Dötlingen - (ts) · Parkverbotsschilder? Interessieren Parkplatz suchende Autofahrer während Sonderveranstaltungen im Dötlinger Ortskern oft nicht. Ob der Rettungswagen noch durchkommt? Manchen Verkehrsteilnehmern egal. Hauptsache man hat eine Lücke gefunden.
Gegen das „wilde Parken“ wollen jetzt die Mitglieder des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses vorgehen. Wie? Das zeigte die Vorstellung erster Ideen während der Sitzung am Dienstagabend. Von der Aufstellung von Pollern bis hin zu zusätzlichen Stellflächen reichten die Vorschläge.
Wie Bauamtsleiter Uwe Kläner berichtete, gebe es in der Woche überhaupt keine Probleme. Anders sehe es an Wochenenden mit schönem Wetter oder bei besonderen Veranstaltungen aus. „Fällt dann noch schönes Wetter mit zum Beispiel der ‚Gartenkultour‘ zusammen, wird es chaotisch“, so Kläner, der den Ausschussmitgliedern einige Beweisfotos präsentierte. „Das hier ist ein typisches Beispiel, trotz Verbotsschilds wird die Straße volle Pulle zugeparkt.“
Engpässe gebe es beim Tabkenhof, am Dorfring in Höhe des Goldschmieds, am Heideweg, am Rittrumer Kirchweg, dem Verbindungsweg bei Natenstedt/Hollmann sowie der Straße „Zum Morgenland“. „Also entlang der Achse Heideweg/Rittrumer Kirchweg“, erläuterte der Bauamtsleiter. „Und das, obwohl wir 179 öffentliche Parkplätze im Ortskern vorhalten.“ Hinzu kommen die privaten Stellflächen bei den Gastronomen. Inklusive Rasenparkplätzen sind dies noch einmal 207.
Aber auch restriktive Maßnahmen müssten her. Denn Ortskundigen könnte man schwer neue Parkgewohnheiten vermitteln. Verbotsschilder, Heckenbepflanzungen, das Aufstellen von Pollern und Findlingen sowie die Einrichtung von Einbahnstraßen seien Möglichkeiten. Letztere Maßnahme konnten sich alle gut für den Dorfring vorstellen. Die Seitenräume der Straßen „Zum Morgenland“, Rittrumer Kirchweg und Heideweg könnten durch Bepflanzung oder Poller blockiert werden.
Wie Kläner mitteilte, habe es auch bereits Gespräche mit den Gastronomen gegeben, die ein Parkraum- und Verkehrskonzept begrüßten.
Über die verschiedenen Vorschläge soll nun innerhalb der Fraktionen beraten werden. „Es geht hier ja um eine mittelfristige Sache, die wir erst anpacken können, wenn finanzieller Spielraum vorhanden ist“, so der Ausschussvorsitzende Gernot Kuhlmann (CDU). Trotzdem könne man überlegen, einige Maßnahmen, wie die Einbahnstraße am Dorfring, schon jetzt zu realisieren, sagte Annett Bode (FDP).
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