Wünsche an Bundespolitik

Edelgard Bulmahn besuchte die Software-Firma „i.Syde IT“ in Balge

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102.09.09|NienburgFacebook
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Nienburg - BALGE (gru) n Bundestagsmitglied Sebastian Edathy (SPD) hatte gestern Morgen Edelgard Bulmahn, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages, in die Samtgemeinde Marklohe eingeladen. Ziel war die noch junge Software-Firma „i.Syde IT“ in Mehlbergen.

Sebastian Edathy (v.l.) Michael Hoppe, Edelgard Bulmahn und Thomas Friebe diskutierten Chancen für mittelständische, innovative Unternehmen.

Sebastian Edathy (v.l.) Michael Hoppe, Edelgard Bulmahn und Thomas Friebe diskutierten Chancen für mittelständische, innovative Unternehmen.

Thema des gut einstündigen Gesprächs in den Räumen der Firma am Fischteichweg, wo früher ein Kutschenbetrieb beheimatet war, waren die Chancen mittelständischer, innovativer Unternehmen. Und deren Chancen schätzte die ehemalige Bundesbildungsministerin Bulmahn durchaus positiv ein.

Thomas Friebe, neben Michael Hoppe einer der beiden Geschäftsführer von „i.Syde“, stellte die vor zwölf Jahren gegründete Firma vor. Sie hat mittlerweile zwölf Mitarbeiter, davon drei Auszubildende, und ist spezialisiert auf Software vor allem für die öffentliche Hand, unter anderem für die Bundesnetzagentur und etliche Ministerien.

„Wir haben Expansionspläne“, führte Friebe aus, bestätigte aber auch, dass er damit rechne, Anfang nächsten Jahres möglicherweise doch noch von der Rezession betroffen zu werden. Zu dem Bereich, in dem sich „i.Syde“ innovativ engagieren möchte, gehöre die Robotik. „Aber das ist schwierig, als kleines Unternehmen Innovationen durchzusetzen. Das geht erst nach Feierabend“, meinte der Geschäftsführer. Bulmahn versprach, sich bei einem möglichen Kooperationspartner im Bereich Forschung, der Universität Bremen, für eine Zusammenarbeit mit „i.Syde“ einzusetzen.

Michael Hoppe hatte noch weitergehende Wünsche an die SPD-Politikerin: Er bemängelte, dass Aufträge häufig nur an den Anbieter mit der niedrigsten Preiskalkulation vergeben würden, ohne Rücksicht auf echte Wirtschaftlichkeit. „Das kann man aber einfordern“, machte Bulmahn Mut.

Außerdem seien häufig Mindestumsätze von jährlich fünf Millionen Euro gefordert, bemängelte Hoppe. „Und das erfüllen wir nicht, auch wenn wir die gestellte Aufgabe maßgeschneidert lösen könnten.“ Als weiteren „Knackpunkt“, in der hiesigen Region erfolgreich ein Software-Unternehmen zu betreiben, bezeichnete Friebe die Schwierigkeit, Fachkräfte zu gewinnen. „Wir leben von jungen Leuten, die von hier kommen und hier bleiben wollen – und trotzdem hochqualifizierte Arbeit leisten“, ergänzte Hoppe. Nicht zuletzt deshalb habe die Firma bisher alle Auszubildenden anschließend auch übernommen.

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