Nienburg - Schüler des Beruflichen Gymnasiums (BG) der Berufsbildenden Schulen (BBS) Nienburg behaupten sich gegen Manager-Nachwuchs: Sie beteiligen sich nach Informationen ihres Pressereferenten Sven Seemeyer am Unternehmens-Planspiel „Marga Industry“ und haben dort als Zweitplatzierte ihrer Gruppe das Viertelfinale erreicht.

© Foto: Seemeyer
Die Schüler des BG, Fabian Oltmann, Aline Öhlerking, Lea Barchewitz, Dominik Korte, Maximilian Weber und Lisa Schwecke, präsentieren dem Abteilungsleiter des BG, Martin Wahl, dem Planspielbetreuer Carsten Dreyer, der Schulleiterin der BBS, Sabine Schroeder, sowie den Vertretern der Isensee-Stiftung, Rosemarie Isensee, Joachim Meyer und Robert Möller, die bisherigen Ergebnisse ihrer Teilnahme an der Marga-Simulation. ·
Am BG der BBS in Nienburg ist die Fachrichtung „Wirtschaft“ neben „Technik“, „Gesundheit und Soziales“ sowie „Agrar“ eine der vier möglichen fachlichen Schwerpunke auf dem Weg zu einem universell verwendbaren Abitur.
Einer begrenzten Anzahl von Schülern, die in den ersten beiden Jahren der am BG weiterhin dreijährigen Vorbereitungszeit auf das Abitur bereits ein deutlich überdurchschnittlich hohes Maß an Wirtschaftskompetenz aufgebaut haben und die mit besonderem Interesse am eigenen Verständnis praxisrelevanter betriebs- und volkswirtschaftlicher Zusammenhänge arbeiten, wird seit 2011 die Gelegenheit gegeben, eine Spitzenförderung zu erhalten. „Die großzügige Unterstützung durch die Isensee-Stiftung schuf die Möglichkeit, drei Schülerinnen und drei Schüler an dem unter Managern deutschlandweit höchst anerkannten Unternehmens-Planspiel teilnehmen zu lassen“, so Seemeyer. Die Nienburger bilden die erste Schülergruppe überhaupt, die an dem seit 40 Jahren existierenden Planspiel partizipiert.
Diese authentische Management-Simulation organisieren die European School of Management and Technology (ESMT) und das Handelsblatt als führende deutsche Wirtschaftszeitung. Jung-Akademiker
als Konkurrenten
Im Fokus des Planspiels liegt laut Sven Seemeyer die ganzheitliche Management-Kompetenz – die Schüler spielen über mehrere Monate ein realistisches betriebswirtschaftliches Szenario, anhand dessen sie die Wirkungen von Einzelentscheidungen der Teilnehmer auf die Vielzahl erfolgsrelevanter Aspekte des simulierten Unternehmens erfahren.
Mit praxisrelevanten Kennzahlen gehen die Teilnehmer schon nach kurzer Zeit wie selbstverständlich um und begreifen sie als Werkzeuge der Unternehmenssteuerung. Die Entscheidungen werden dabei durchgängig aus der Rolle als Vorstand beziehungsweise Geschäftsführer des Unternehmens heraus getroffen, womit den Teilnehmern ein sehr hohes Maß an betriebswirtschaftlicher Verantwortung in der Simulationsumgebung übertragen wird. Die Bandbreite der zu treffenden Entscheidungen erstreckt sich – wie in der Praxis – über den gesamten betrieblichen Leistungsprozess, inklusive sämtlicher begleitender und unterstützender Prozesse.
So lasse sich in dem langen Bearbeitungszeitraum in einem geschützten Rahmen ein „Gespür“ für wirtschaftliche Zusammenhänge vertiefen, wie es ansonsten nur in der betriebswirtschaftlichen Realität möglich wäre. Diese Erfahrung sammelte auch Carsten Dreyer, der als in diesem Jahr das Planspiel betreuender Lehrer vor mehreren Jahren selbst Marga-Teilnehmer gewesen war und nun die Teilnahme der BG-Schüler initiiert und organisiert hat.
Angesichts des bisherigen Abschneidens der BG-Schüler zeigten sich die Repräsentanten der Isensee-Stiftung, Rosemarie Isensee selbst sowie der Volksbank-Vorstand Joachim Meyer und der Leiter des Vermögensmanagements der Volksbank, Robert Möller, beeindruckt und sicherten die weitere Förderung der Teilnahme besonders begabter Nienburger Wirtschaftsgymnasiasten an dem Planspiel zu.
Um diese und viele weitere Möglichkeiten des Beruflichen Gymnasiums geht es am Donnerstag, 2. Februar, ab 19 Uhr in den Räumen der BBS Nienburg während eines Informationsabends. · ps
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