Nienburg - Von Leif Rullhusen - „Eine Schließung des Stolzenauer Krankenhauses ist nicht geplant“, erteilt der Geschäftsführer der Mittelweser-Kliniken Nienburg, Ronald Gudath, sowohl den Forderungen des Landesrechnungshofes als auch den Gedankenspielen von Sozialministerin Aygül Özkan eine klare Abfuhr.

Ronald Gudath, der neue Geschäftsführer der Mittelweser-Kliniken Nienburg, will den „Versorgungsauftrag für Stolzenau“ erfüllen. ·
„Wir haben einen Versorgungsauftrag für Stolzenau und den werden wir erfüllen“, betont Gudath gegenüber dieser Zeitung.
Der Landesrechnungshof fordert seit Jahren die Schließung kleiner Kliniken in Niedersachsen. Mit nur 63 Betten zählt das Stolzenauer Krankenhaus eindeutig zu dieser Kategorie. Und kürzlich erklärte Sozialministerin Aygül Özkan anlässlich der Verabschiedung des neuen Krankenhausgesetzes, die Landesregierung unterstütze, dort wo es Sinn mache, die Fusion von ganzen Kliniken oder Abteilungen. Die Sozialministerin nannte zehn Beispiele dafür. Eines davon war Nienburg. Skeptiker, die zu diesen Forderungen und Vorschlägen die Erweiterungspläne am Nienburger Krankenhaus sowie immer mal wieder aufkeimende Schließungs-Gerüchte addieren, könnten schnell zu dem Schluss gelangen, dem Krankenhausstandort Stolzenau drohe das Aus.
Laut Gudath planen die Mittelweser-Kliniken in Stolzenau eine Erweiterung des Leistungsangebots. Bereits Anfang März soll die neue Abteilung für interdisziplinäre Schmerztherapie in Stolzenau ihre Arbeit aufnehmen, so der Geschäftsführer. Auch die Errichtung einer geriatrischen Abteilung hat Gudath fest im Visier. „Sie soll als weiteres Leistungsangebot ebenfalls noch in diesem Jahr entstehen“, plant er. „Unser Ziel ist die langfristige Sicherung beider Standorte und die Schaffung neuer Angebote für unsere Patienten.“
Und der Standort Nienburg soll sogar expandieren. Der erste Spatenstich für ein Erweiterungsbau ist noch für dieses Jahr geplant. Es habe bereits einen ersten Gedankenaustausch mit Experten gegeben, erklärt Gudath. Derzeit würden zwei Varianten diskutiert – ein Anbau sowie ein weiteres Stockwerk. „Wir bevorzugen die zweite Variante, weil dort unter anderem die Wege kürzer sind“, sagt der Geschäftsführer. Allerdings müsse vorab geklärt werden, ob eine solche Aufstockung aufgrund der Statik überhaupt machbar ist.
Die Erweiterung sei notwendig, weil die Zahl der Patienten in Nienburg in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sei und das Klinikum vor allem im Bereich der Urologie zusätzliche Leistungen anbieten möchte. Wieviel Betten durch diese Erweiterung hinzukommen, stehe derzeit noch nicht fest, so der Geschäftsführer.
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