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Landwirtschaftlicher Verein Hoya feiert Jubiläum / Einst Furcht vor dürren Kälbern

Mit Weitsicht im 150. Erfolgsjahr

015.11.11|Hoya/Eystrup|Hoya/Eystrup|
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Artikel: Mit Weitsicht im 150. Erfolgsjahr

Bücken - Der Landwirtschaftliche Verein Hoya hat am Wochenende seinen 150. Geburtstag mit zahlreichen Gästen aus dem öffentlichen Leben und der Landwirtschaft bei Thöle in Bücken gefeiert.

Der Vereinsvorsitzende Heinrich Görtmüller (links) mit den Gästen (von links) Heinrich Meyer zu Vilsendorf, Wilhelm Schröder und Heinz-Friedel Bomhoff. ·

© Foto: Bernd Andermann

Der Vereinsvorsitzende Heinrich Görtmüller (links) mit den Gästen (von links) Heinrich Meyer zu Vilsendorf, Wilhelm Schröder und Heinz-Friedel Bomhoff. ·

Gekommen waren unter anderem der stellvertretende Landrat Heinz-Friedel Bomhoff, Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer, Bückens Bürgermeister Wilhelm Schröder sowie Dr. Christian Hanisch und Tobias Göc ke ritz vom Landvolk Kreisverband Nienburg. Der Ehrenvorsitzende Berthold von Behr konnte krankheitsbedingt nicht an der Jubiläumsfeier teilnehmen.

Der Vereinsvorsitzende Heinrich Görtmüller beleuchtete in seiner Rede die Entstehung und Entwicklung des Vereins, der die längste Zeit seines Bestehens Vorsitzende aus den Familien von Behr (Hoya) und Heye (Wulzen) hatte. Bei seiner Gründung am 22. Oktober 1861 verfolgten die Mitglieder das Ziel, die Landwirtschaft in allen Bereichen zu fördern, etwa durch den Kauf neuen Saatkorns und Sämereien, die Beschaffung von Ackerwerkzeugen und die Verbreitung von gesammelten und geprüften Beobachtungen und Erfahrungen. Der landwirtschaftliche Verein war auch beteiligt an der Entstehung der Landwirtschaftsschule, des Schweinezuchtverbands, des Maschinenrings und der Molkereigenossenschaft. Görtmmüller erzählte auch von den damaligen Befürchtungen der Bauern, ihre Kälber könnten nicht gedeihen, wenn ihnen die Milch vorenthalten und zur Molkerei geschickt würde.

Dr. Christian Hanisch sprach die Entwicklung der Landwirtschaft an und verwies darauf, dass 1950 ein Landwirt zehn Menschen versorgte. Heute ernährt ein Landwirt 135 Menschen.

Heinrich Meyer zu Vilsendorf, Leiter der Bezirksstelle Nienburg der niedersächsischen Landwirtschaftskammer, hob in einem Festvortrag die Weitsicht der Gründer hervor. Unter anderem hätten sie einen Tierarzt nach Hoya geholt. Er erläuterte zudem, dass die landwirtschaftlichen Vereine der Ursprung der heutigen Landwirtschaftskammern und Berufsvertretungen der Landwirte seien. · msa

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