Hoya - HOYA (lil) · Während andere ein paar Urlaubswochen im Jahr mit einem Wohnmobil durch die Weltgeschichte reisen, haben sich Anne und Reinhard, genannt Davy, ihren Traum erfüllt: Sie haben im Frühjahr ihre Wohnung in Hoya gegen ein mobiles Heim eingetauscht.

Großesem Wohnmobil. Kleines Foto: „Man hat hier alles, was man braucht, nur in klein“, sind sie sich einig. Fotos: Bertram
„Wir haben noch nichts vermisst“, ist sich das Ehepaar, das nun auf dem Stellplatz der Grafenstadt lebt, einig. „Das Minimalste unserer Sachen haben wir bei Freunden untergestellt. Wir haben sehr viel entsorgt, den Rest Bekannten geschenkt, gespendet oder in den Second-Hand-Laden gegeben.“
Eine 80 Quadratmeter große Wohnung mit kleinem Garten gegen ein 7,5 Meter langes, 2,20 Meter breites und drei Meter hohes Wohnmobil einzutauschen, ist auf Anhieb nicht jedermanns Sache. „Die Reaktionen von Freunden waren schon drollig“, erzählt Anne. Viele haben den Entschluss als mutig angesehen, andere fanden die Idee gut, wollten die Sache aber im Auge behalten. Die meisten bräuchten einen Anlaufpunkt, ein „Zuhause“, wo sie nach einer Reise wieder ankommen können. „Unser Anlaufpunkt ist das Ding hier“, sagt die 55-Jährige.
Wenn die beiden, die sich 1974 in Verden kennengelernt haben, mehr Zeit haben, besuchen sie etwa Freunde in Hamburg oder ihren Sohn in Berlin.
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