003.09.10|Hoya/Eystrup|Hoya/Eystrup|
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Hoya - (brm) · Ihr Name ist Programm. Martina Bell (engl. „Glocke“) aus Marklohe ist Musikpädagogin aus Leidenschaft. Klang und Rhythmus sind ihr Metier. Beides bringt sie seit Beginn des laufenden Kindergartenjahres in der „Arche Noah“ ein.

Kreiszeitung Syke
Mit bunten Tüchern zum Rhythmus der Musik schwingen – hoch oben, weit unten, wedelnd, kreisend oder leicht schwebend. Die Vorschulkinder haften mit den Blicken fest an dem transparenten Stoff. Bei Musikstopp ertönt eine Farbe. Alle Kindern mit dem entsprechenden Tuch laufen so schnell sie können hinter den roten Faden. Der liegt als Halbkreis auf dem Boden und zieht sich überhaupt durch das gesamte Programm.
Wahrnehmungsentwicklung – die Sinne schärfen. Das ist der erste Schritt in der musikalischen Früherziehung. Dann erst geht es ans elementare Musizieren. „Die Kinder von ,Arche Noah‘ sind in dieser Hinsicht schon sehr weit“, erzählt die Pädagogin. „Ich denke, wir werden bald mit einfachen Instrumenten beginnen.“ Bei der Arbeit in der Hoyaer Einrichtung mache sich deutlich bemerkbar, dass Musik auch außerhalb der Früherziehung einen hohen Stellenwert einnehme. „Es wird hier viel gesungen, das merkt man deutlich“, freut sich Martina Bell. Für die Eltern entstehen keine zusätzlichen Kosten durch das Angebot. Ein Teil ist durch ein niedersächsisches Förderprogramm abgedeckt, den Rest trägt die Einrichtung.
Inzwischen ist die Klanggurke zum Einsatz gekommen. Ein länglicher Hohlkörper aus Holz, auf den sich klopfen oder über deren Rillen sich ratschen lässt. Martina Bell gibt klopfend den Geh-Rhythmus an. Langsam gehen – für manch quirliges Kind gar keine leichte Übung. Beim „Ratsch-Geräusch“ nennt sie ein Körperteil, mit dem dann jedes Kind den ausliegenden roten Faden berühren muss. Das Tempo zieht an, die Kinder geben Gas. „Ratsch“. „Ohr,“ ruft Bell. Im nächsten Moment drücken sich rund 20 Ohren auf das rote Wollband.
Den Abschluss bildet das Lied vom „Musikkater“, der sich schleichend bewegt und ein trauriges Gesicht macht, denn nun heißt es „auf Wiedersehen“. „Singen findet bei uns immer in Kombination mit Bewegung statt“, betont Bell. Auch ein „echt trauriges Gesicht“ ist wichtig. Die Kinder schleichen, gucken traurig und dann wieder froh, als es heißt: „Bis zum nächsten Mal“.
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