Rahden - KLEINENDORF · Zur größten „Hundehütte“ der Region verwandelte sich am Sonntag der Saal des Gasthauses Am Museumshof in Kleinendorf. Schon von weit her war Gebell zu hören. Zur Neujahrssieger-Schau des Internationalen Rassehund-Verbandes (IRV) Löhne waren etwa 85 Vierbeiner mit ihren Frauchen und Herrchen angereist und warteten auf ihre Vorstellung im Ring.

© Foto: Mühlke
Ein ruhiger Vertreter: Melanie Sowada aus Barnstorf mit ihrer Englischen Bulldogge „Dex-Dexter“. ·
Aus ganz Deutschland waren die Teilnehmer der IRV-Einladung gefolgt. 25 Rassen, vom winzigen Chihuahua über Dachshunde, Havaneser und Beagle bis hin zu großen Vierbeinern, wie Schäferhunde und Landseer, waren vertreten. Mit Abstand der größte Vierbeiner war „Laurie“, eine alle überragende Hundedame der Rasse Irischer Wolfshund.
Am stärksten vertreten waren Schäferhunde, Rhodesian Ridgebacks und Havaneser. „Jeder, der eine gültige Ahnentafel nachweisen kann, darf ausstellen und seinen Rassehund den Zuchtrichtern vorstellen“, erklärte Ausstellungsleiterin Gudrun Hattermann.
„Wenn Hunde drei Mal mit höchster Wertung erfolgreich waren, können die Besitzer ein internationales Championat beantragen. Diese Auszeichnung macht die Nachkommen der Hunde besonders wertvoll, da sie am ehesten dem Rassestandard entsprechen“, sagte Hattermann.
Mit einer eher selten zu sehenden Hunderasse traten Melanie Sowada aus Barnstorf und Jan Berstermann aus Osnabrück im Wettbewerb an. „Dex-Dexter“ heißt ihr zehn Monate altes Kraftpaket der Rasse Englische Bulldogge. Der mittelgroße Rüde bringt stolze 30 Kilogramm auf die Waage. „Dex-Dexter ist sehr lieb und ein ganz ruhiger Vertreter“, schwärmt Sowada über den kinderlieben und auch mit anderen Hunden verträglichen Vierbeiner mit dem faltigen Gesicht. „Dex-Dexter“ ist, obwohl er noch kein Jahr alt ist, schon Europa- und Weltsieger 2011 in seiner Rasse, außerdem modelt er in Amerika für spezielles Hundegeschirr für Bulldoggen.
Ebenfalls nicht alltäglich zu sehen sind Landseer. Klaus und Edith Merkert aus Wildeshausen besitzen gleich zwei Vertreter der großen Rasse mit dem weißen langen Fell und der schwarzen Zeichnung im Gesicht. „Die beiden, sie heißen Balu und Mäxchen, lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen“, sagen die Besitzer über ihre ruhigen Vierbeiner, die trotz ihrer Größe ein Plätzchen auf dem heimischen Sofa haben und auch nachts das Ehebett von Frauchen und Herrchen dem Körbchen vorziehen.
Außerhalb der Wertung führten während der Mittagspause die jüngsten Hundebesitzer in der Sonderschau „Kind mit Hund“ ihre Vierbeiner vor. Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 14 Jahren durften dann ihre Hunde den Richtern vorführen und erhielten alle jeweils eine Urkunde und einen Pokal. · hm
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