Rahden - Auf unfassbare Phänomene und kleine Wunder durften sich am Freitagabend rund 100 Gäste im Rahdener Westfalen Hof freuen: Rahdens Kulturverein „Kul-Tür“ hatte zur 13. Auflage der Soiree eingeladen und wartete einmal mehr mit einem besonderen Gast auf.

© Foto: Mühlke
Bodo Lorenzen kann den Probanten persönliche Dinge, die zuvor eingesammelt wurden, wieder zuordnen. „Meine Dame, dieser Kugelschreiber gehört ihnen!“ ·
„Genießen sie einen Abend, der Illusion und Realität verschmelzen lässt. Bodo Lorenzen wird sie in seiner magischen Dinner-Show in seinen Bann ziehen“, kündigte Vorsitzende Monika Büntemeyer den Mentalmagier an, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.
Bodo Lorenzen, der Meister einer geheimnisvollen Kunst, sorgte dafür, dass dieser magisch-kulinarische Abend allen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Lorenzen entführte sein Auditorium vier Stunden lang in eine Welt der Illusionen und jedes Mal, wenn der Mentalist seine Fähigkeiten unter Beweis stellte, lagen knisternde Spannung und höchste Konzentration in der Luft.
Das Publikum ist stets Teil der Show, und die Gäste machen bereitwillig mit. Er lässt zwei Besucher einschneidende Erlebnisse mit Datum auf Zettel schreiben und in Flaschen stecken, um später auf der Bühne die Gedanken seiner Protagonisten an dieses Ereignis auf ein Flip-Chart zu zeichnen.
„Wie hat er das wohl gemacht?“ war die häufigste Frage, die an den Tischen bei einem Fächer von geräucherter Entenbrust am aromatischen Kressegarten und warmem Blütentrunk durchdiskutiert wurde.
Unerklärbar blieb ebenfalls die Zuordnung persönlicher Dinge. Wie konnte er willkürlich aus dem Publikum herausgepickten Probanten, zuvor eingesammelte Uhren, Handys, Ringe oder Kugelschreiber wieder in die Hände drücken? Oder wie konnte er einem Besucher suggerieren, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen und so seinen Führerschein wieder zu bekommen, den er zuvor in einem Umschlag verschwinden ließ?
Fasziniert folgte das Publikum seinen Handlungen und ließ bei rosa gebratenem Schweinefilet mit Vanille-Infusion, Portweinsauce, feldfrischem Gemüse vom Bauernhof und Kartoffelrisotto wilde Spekulationen aufkommen, dennoch war es unmöglich, dem Magier hinter die Fassade zu blicken.
Ist es Magie, Täuschung, Illusion, die geheimnisvolle Kraft des Magiers oder nur das gekonnte Spiel mit dem Scheinbaren? Die Frage blieb offen.
Schnell wurde klar, dass Lorenzen als Magier und Mentalist weit von den Zauberkünstlern entfernt ist, die Kaninchen aus dem Zylinder hervorholen. Es blieb den ganzen Abend spannend, und die Vorführungen wurden ständig spektakulärer. Eine Zeile aus einem Buch Wort für Wort nachsprechen, die ein anderer im Stillen gelesen hatte, mit kräftiger Gedankenhilfe gemeinsam mit einer Zuschauerin ein Glas - nachweislich aus dem Bestand des Westfalenhofes – zerspringen zu lassen oder Gabeln à la Uri Geller zu verbiegen, Lorenzen präsentierte unglaubliche Phänomene.
Zum Abschluss des fantastischen Abends folgte die unheimliche Berührung in Form von aufbrausenden Schokoladentörtchen mit Sauerrahmkern und Karamelsplittern, und Bodo Lorenzen ließ mit weißen Handschuhen im UV-Licht einen weißen Stock schweben und umher tanzen. Ein krönendes Finale in der Magie der Dunkelheit und der den Abend dominierenden ewigen Frage: „Wie macht er das bloß?“ · hm
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