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Zweifel an Sabine Ungers Unabhängigkeit

Viele fragen nach Gründen für Absagen

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Oppenwehe - Nachdem der Zusammenschluss „Wir in Oppenwehe“ den für Sonntag, 5. Februar, geplanten Neujahrsempfang unter dem Motto „Zukunft der Grundschule im ländlichen Raum“ absagen musste, häufen sich die Fragen nach den Gründen.

Immer wieder sei die Frage aufgekommen, ob tatsächlich terminliche Verpflichtungen die Politiker veranlasst hätten, der Veranstaltung ihre Teilnahme zu versagen, erklärte Dietmar Meier gestern für „Wir in Oppenwehe“. Dem Arbeitskreis seien immer terminliche Gründe für die Nichtteilnahme genannt worden. Allerdings, so teilte Meier mit, habe es während der Planungen ein Gespräch mit einem Mitglied des Kreistages Minden-Lübbecke gegeben, das die Unabhängigkeit von Sabine Unger, Vorsitzende der GEW, Bezirk Ostwestfalen, als Moderatorin angezweifelt habe. Das Kreistagsmitglied habe es nicht als nachvollziehbar empfunden, warum Unger das Podium leiten solle und der Veranstalter die Aufgabe nicht selbst übernehme. „Dazu stellen wir fest, dass Frau Unger in einem Abstimmungsgespräch deutlich darauf hingewiesen hat, dass ihr sehr daran gelegen sei, das Podium wert- und positionsfrei zu leiten“, so „Wir in Oppenwehe“

„Der so genannte ‚Schulkonsens‘ ist von den im Landtag NRW vertretenen Parteien gemeinsam erarbeitet worden und soll langfristig zur Beruhigung in der Schullandschaft beitragen. Er wird von der Politik als zukunftsweisend dargestellt. Hierzu sei allerdings kritisch hinterfragt, ob der ‚Schulkonsens‘ tatsächlich das verspricht, was von der Bevölkerung erwartet wird“, so der Oppenweher Zusammenschluss.

Die Gewerkschaft GEW NRW hatte in einer Pressemitteilung vom 25. Januar darauf hingewiesen, dass beim Grundschulkonzept der Landesregierung ihre Forderung nach einem Stufenplan für kleinere Klassen nicht eingelöst sei. „Wollte sich die Politik den vielleicht kritischen Fragen nicht stellen, weil sie selbst Probleme bei der Interpretation des Schulkonsenses hat?“, fragen die Neujahrsempfang-Organisatoren. Der Arbeitskreis teilt mit, dass es sich bei dem Empfang nicht um eine Parteiveranstaltung hätte handeln sollen. Man habe der Politik lediglich ein Forum bieten wollen. · kap

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