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Note „ausreichend“ für das Dümmer-Touristik-Jahr 2011

Tourismusverband Dümmerland tagt in Levern / „Betrübliche Hauptsaison“

Note „ausreichend“ für das Dümmer-Touristik-Jahr 2011

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Levern - Gut, befriedigend, ausreichend – keine Schulnoten eines Jugendlichen, dessen Mathematik-Leistungen von Jahr zu Jahr nachlassen, sondern Ewald Spreens Bewertung für die Tourismus-Jahre 2009, 2010 und 2011 am Dümmer. Bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Dümmerland (TVD) im Rila-Restaurant „Rotondo“ in Levern blickte der Vorsitzende für heimische Gastronome, Hoteliers und andere Gewerbetreibende am Mittwoch zurück und nach vorne.

Wohin geht die Reise, wenn das Eis schmilzt: Ob sich wieder Blaualgen im Dümmer bilden, kann niemand vorhersagen. „Man muss damit rechnen“, sagt Ewald Spreen, der mit den Mitgliedern des Tourismusverbandes Dümmerland an Schritten für die Verbesserung des Tourismus-Angebotes arbeiten will. Ein Sondertreffen soll es Ende März/Anfang April geben. ·

© Foto: Pröpper

Wohin geht die Reise, wenn das Eis schmilzt: Ob sich wieder Blaualgen im Dümmer bilden, kann niemand vorhersagen. „Man muss damit rechnen“, sagt Ewald Spreen, der mit den Mitgliedern des Tourismusverbandes Dümmerland an Schritten für die Verbesserung des Tourismus-Angebotes arbeiten will. Ein Sondertreffen soll es Ende März/Anfang April geben. ·

Einem guten Saisonstart folgte aus touristischer Sicht eine sehr „betrübliche“ Hauptzeit. Der Grund: Blaualgen in Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee. Das Image des Dümmers litt – doch die Negativnachrichten hatten auch ihr Gutes, findet der Vorsitzende.

„Man kümmert sich jetzt in Hannover“, machte Spreen Hoffnung. Zweimal hatten Staatssekretäre den See besucht, die Errichtung eines Großschilfpolders für insgesamt 15 Millionen Euro sei geplant. Der zur Behebung der Dümmer-Problematik ins Leben gerufene Beirat suche nach konstruktiven Lösungsmöglichkeiten.

Doch alle Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität benötigten Zeit. Selbst wenn der Polder gebaut werde, sei keine „Verbesserung von heute auf morgen“ zu erwarten. „Zeit haben wir aber nicht“, sprach Ewald Spreen den Gewerbetreibenden aus der Seele, und riet, mit dem Gast und für den Gast zu arbeiten und weitere Schritte gemeinsam zu überlegen.

„Ein Imageverlust ist definitiv da, aber wir können ihn nicht genau bemessen“, fügte der zweite Vorsitzende Torsten Finke später hinzu. Im Gegensatz zu anderen Orten sei man rund um den Dümmer relativ schwach gegen solch eine Misere aufgestellt. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir zukünftig mit den Gästen umgehen und was uns ein Mehraufwand pro Gast kostet.“

Um dem Blaualgen-Befall Herr zu werden, hat sich der TVD einiges einfallen lassen. So soll ein Amphibienfahrzeug die Algenteppiche absaugen, das Wasser soll belüftet und Tauchwände platziert werden. Finke: „Wir sind schneller verwundbar, als wir denken.“

Noch weiter ins Detail wollten die Gewerbetreibenden am Mittwoch nicht gehen. Dafür soll Ende März/Anfang April ein Sondertreffen anberaumt werden. Spreens Einschätzung der momentanen Situation in einem Wort: „Angespannt.“

Ob die Blaualgen in diesem Jahr wieder auftreten, kann niemand prophezeien. „Man muss damit rechnen.“ Die Entschlammung solle jedenfalls beginnen, sobald das Wetter es zulasse, so Spreen und Finke.

Erschwerend für den steten Tourismuss-Fluss am Dümmer sei der Weggang von Hendrik Wolff. Der Tourismusbeauftragte der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ hatte zum 31. Dezember auf eigenen Wunsch seinen Platz geräumt. Die Stelle ist neu ausgeschrieben worden, und aus 70 Bewerberinnen und Bewerbern hat die Samtgemeinde zwei in die engere Wahl gefasst. Als „optimales Ziel“ bezeichnete Ewald Spreen den 1. April als Einstellungstermin.

Klagen über klirrende Kälte gibt‘s am Dümmer See nicht. Im Gegenteil: Die Minusgrade und die tragfähige Eisfläche haben dazu geführt, dass das Jahr 2012 „touristisch gut begonnen hat“, sagte Ewald Spreen erfreut. An den vergangenen zwei Wochenenden waren tausende Gäste an den See geströmt. Das Vergnügen auf dem Eis hätte das Negativimage des Sees ein Stück weit umgekehrt, so der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dümmerland. · kap

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