Superbanner

Außenminister wurde in eine Sondersitzung abberufen / Kleine Schrecksekunde bei Zwischenruf

Niebel kam statt Westerwelle

008.05.10|Stemwede/Rahden|Stemwede/Rahden|
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Niebel kam statt Westerwelle

Rahden - MINDEN (kjk) · In der Stadthalle Minden erlebten rund 300 Besucher einen eher enttäuschenden Abend der Freien Demokratischen Partei. Nicht vom Wahlkampf-Enthusiasmus der Redner her, sondern weil der Bundesvorsitzende auf einer Sondersitzung in Berlin festhing.

Das ist nicht Guido Westerwelle, das ist Bundesminister Dirk Niebel bei seiner einschwörenden Rede am Donnerstag in der Mindener Stadthalle. Westerwelle musste wegen einer Sondersitzung in Berlin kurzfristig absagen.

Das ist nicht Guido Westerwelle, das ist Bundesminister Dirk Niebel bei seiner einschwörenden Rede am Donnerstag in der Mindener Stadthalle. Westerwelle musste wegen einer Sondersitzung in Berlin kurzfristig absagen.

„Da haben es die Sozialdemokraten doch glatt geschafft, dafür zu sorgen, dass Guido Westerwelle heute nicht nach Minden kommen kann“, sagte der für ihn spontan eingesprungene Bundesminister Dirk Niebel. Grund für Westerwelles Fernbleiben waren die am Donnerstagnachmittag geplatzten Gespräche zwischen Koalition und SPD, den gemeinsamen Antrag die Griechenland-Hilfe betreffend.

Bevor aber Dirk Niebel in seiner Vertreterrolle loslegte, hatten Gudrun Kopp und vier Landtagskandidaten das Wort. Die Vorsitzende des Bezirksverbandes OWL und Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp ging kurz auf das 110-Milliarden-Euro-Paket und die damit verbundene Hoffnung auf eine Stabilisierung des Finanzmarktes ein. Als sie gerade zu den Themen Infrastruktur, Schul- und Hochschulentwicklung und der Stadt Minden als Fachhochschulstandort kam, unterbrach der Schrei eines Mannes: „Ah, mein Kopf!“ ihre Rede.

Kurze Schrecksekunde, dann griffen die Sicherheitsleute ein und geleiteten etwa zehn Männer und Frauen aus dem Saal, die schmale Stoffstreifen über ihren Köpfen hielten mit der Aufschrift: „Kopfpauschale stoppen“. Dazu Gudrun Kopp: „Jeder kann auf dem Kopf tragen, was er will.“

Bei der Landtagswahl haben sich die Bereiche Schul- und Energiepolitik zu markanten Punkten entwickelt, die nicht unerheblich sind für die Wahl in zwei Tagen. So ging dann nicht nur Kai Abruszat, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Minden-Lübbecke und Landtagskandidat, beschwörend auf das Thema dreigliedriges Schulsystem ein („Die Einheitsschule ist eine Kampfansage an alle bestehenden Schulformen. Wir sind kein Experimentierfeld in NRW.“). Auch der Landtagskandidat für den Altkreis Lübbecke, Malte Rötz, und Dirk Niebel sprachen sich für das bestehende Schulsystem aus. (Niebel, Vater von drei schulpflichtigen Kindern: „Das beste Beispiel ist Berlin mit seiner Schulweglotterie und Gymnasialplatzverlosung. G 8 propagieren, aber neun Jahre Inhalt hineinstopfen, das ist zu kurz gedacht.“)

Nicht der Staat sei Träger aller Rechte im Land, „nein, es sind die Bürger, die ihre Rechte an den Staat herantragen. Bürger, nicht Untertanen.“, sagte Niebel. Als Beispiel für liberalen Einfluss in der Politik nannte er die Vorratsdatenspeicherung und die Auseinandersetzung mit künftigen Energieformen, Stichwort: Kohlekraftwerke. Für die Themen Steuern und Hartz IV legte er die liberale Sichtweise dar.

Dass Entwicklungspolitik auch dem eigenen Land dienen dürfe, stellte der amtierende Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung klar: „Entwicklungspolitik ist werte- und interessenorientiert.“ Er werde weiter als Türöffner für mittelständische Unternehmen dienen und seine Wirtschaftsdelegationen mitnehmen, wenn er auf Reisen gehe. Ganz Wahlkämpfer schloss er mit den Worten: Rot-rot-grün müsse verhindert werden. „NRW ist ein Probelauf für die kommende Bundesregierung. Das System des Sozialismus ist falsch, es endete immer mit Bankrott und dem Ruf nach Freiheit.“

zurück zur Übersicht: Stemwede/Rahden

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews
Diese Seite bookmarken bei...

Kommentare

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/pages/Kreiszeitung-Syke/146798206489300truefalsefalse

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte Minden-LübbeckeRahdengroße Karte

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • 30 Tage
  • Themen

Spielplatz oder Bauland ?

Levern - Länger als 20 Jahre stehen auf einem als Spielplatz ausgewiesenen 1000-Quadratmeter-Grundstück auf der Dillenhöhe in Wehdem keine Spielgeräte mehr.Mehr...

Die Kameraden der Löschgruppe Arrenkamp mit Verantwortlichen (v.l.): Gerd Lohmeier, Dieter Langelahn, Jochen Hohlt, Friedrich Winkelmann, Ferdinand Uetrecht, Thomas Wessel, Gerd Uetrecht, Heiner Rennegarbe und Uwe Stubbe. ·

Dieter Langelahn übernimmt die Führung

Rahden - ARRENKAMP · Führungswechsel in der Löschgruppe Arrenkamp: Nach mehr als 16 Jahren legte Friedrich Winkelmann am Sonnabend sein Amt als Löschgruppenführer aus gesundheitlichen Gründen nieder. Sein Nachfolger ist Dieter Langelahn, ehemaliger stellvertretender Löschgruppenführer. Den Posten des Stellvertreters bekleidet künftig Jochen Hohlt.Mehr...

Martin Braune und Gustav-Adolf Lent beeindruckten mit klangvollen Soli.

Atmosphärisches Neuland

Rahden - Von Anja SchubertWird es in der Kirche hell genug sein? Werden die Kerzen ausreichen? Wird man die Dirigenten sehen und werden wir die Lieder mitsingen können? – Fragen, die Stefan Thünemann für das Wagnis „Musik bei Kerzenschein“ im Vorfeld ein wenig zittern ließen.Mehr...

Meist kommentierte Artikel

  • 7 Tage
  • Themen
Foto: Pröpper

Stemwede: Schnelles Internet kommt nur langsam voran

Stemwede - Flächendeckend schnelles Internet wird für die Menschen in Stemwede wohl auf absehbare Zeit ein Traum bleiben. Große Hoffnungen auf eine zeitnahe Verbesserung machte Bürgermeister Gerd Rybak in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses jedenfalls nicht. Eventuell soll ein neues Konzept für die Verbesserung der Breitbandversorgung neue Möglichkeiten aufzeigen.Mehr...

Kontakt

Redaktion Stemwede/Rahden

Am Drieangel 2
32351 Wehdem
Telefon 05773 / 9115-0
Telefax 05773 / 9115-29
lokales.rahden@kreiszeitung.de

Artikel lizenziert durch © kreiszeitung
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.kreiszeitung.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper