Pr. Ströhen - Wasser ist in unserer Lebenswelt unabdingbar. Wie spannend es sich mit dem nassen Element experimentieren lässt, erfuhren am Mittwoch die Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens in Pr. Ströhen. Hier hatten sich besondere Gäste angesagt.

© Foto: Schubert
Der „Vulkanausbruch“ unter Wasser sorgte für große Augen. ·
Denise Dietzmann (14) und Vincent Jeske (15) besuchen die neunte Klasse des Rahdener Gymnasiums. Beide haben sich bereits im vergangenen Schuljahr für den Wahlpflichtkursus „Gesundheit und Umwelt“, der die Fächer Sport, Biologie, Erdkunde und Physik umspannt, entschieden. Handlungsorientiertes Arbeiten ist in vielen dieser Bereiche kein Fremdwort. Dem Projekt, das innerhalb des Faches Physik umgesetzt wurde, ging eine Unterrichtseinheit zum Thema „Erneuerbare Energien“ voraus, in dessen Rahmen die Gymnasiasten selbst entscheiden konnten, ob sie zum Abschluss lieber eine Klausur schreiben oder ein Projekt in Kindergarten oder Grundschule in Angriff nehmen wollten.
„Bei der Umsetzung hatten wir viel Freiraum“, sagt Denise. „Mülltrennung“, „Licht und Schatten“ oder „mit Handkurbel zur Stromerzeugung“ waren Themen, mit denen sich ihre Mitschüler beschäftigten.
Einige Wochen lang planten sie ihre Exkursion in die Einrichtung, wählten kindgerechte Experimente aus, die außerhalb der Fachräume einfach durchzuführen sowie für kleine Kinder gut zu verstehen sind und gleichzeitig für Spannung sorgen.
„Schwer bewaffnet“ mit alltäglichen Dingen gingen die beiden Gymnasiasten nach einer kurzen Projektvorstellung, bei der die Kinder selbst schon einmal überlegten, wo und in welchen Formen ihnen Wasser in ihrem Alltag begegnet, ans Werk.
Mittels eines Eiswürfels in einem mit Folie abgedeckten Glas erläuterten die Mittelstufenschüler, wie Niederschlag entsteht. Gespannt verfolgten die Kinder auch die weiteren Experimente, beispielsweise wie Wasser durch einen Strohhalm bergauf fließt und ein Versuch zur Oberflächenspannung.
Ein Highlight war der „Vulkanausbruch“ unter Wasser, für den die Gymnasiasten ein wenig Tinte und heißes Wasser in einen Glaskolben füllten und diesen langsam in ein großes Gefäß mit kaltem Wasser stellten. Und auch das Experiment, mittels eines bunten Zuckerwürfels im Wasser ein schönes Farbspiel zu erzeugen, faszinierte.
„Gerade das Zusammenspiel von Wasser und Farbe hat es den Kindern angetan“, stellten Denise und Vincent fest, die ihren Projekttag jetzt noch für den Schulunterricht protokollieren müssen. Für die Kindergartenkinder ging der versuchsreiche Morgen viel zu schnell vorbei. „Dass die Kids von dem Gesehenen etwas mitgenommen haben, konnten wir nicht nur an ihren Fragen deutlich spüren“, freuten sich Denise und Vincent.
Gestern kamen die Mädchen und Jungen noch einmal in den Genuss, eine Entdeckungsreise in die Welt der physikalischen Experimente zu unternehmen, denn auch die beiden Schülerinnen Charlotte Holtz und Stefanie Kattelmann hatten sich für die Umsetzung ihres Projektes für den Pr. Ströher Kindergarten entschieden. · Art
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