Wehdem - 2 325 Menschen aller Generationen statteten dem Wehdemer Heimathaus im vergangenen Jahr an 79 Tagen einen Besuch ab (Vorjahr: 2 309 an 77). Ein besonders gut besuchter Öffnungstag war der 19. Juni. Damals feierte der Beirat mit vielen Gästen den ersten runden Geburtstag des kleinen aber feinen Heimatmuseums sowie die 25-jährige Heimatarbeit in Wehdem, der viele ehrenamtliche Helfer nachgehen.

© Foto: Pröpper
Der Heimathaus-Beirat begrüßte am Montag Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier (oben links) und Wehdems Ortsheimatpfleger Gerd Bick (4.v.r.) in seinen Reihen. Unser Foto zeigt (v.l.) Margret Sander, Ingrid Schäffer, Erika Winkelmann, Wilhelm Dullweber (oben), Renate Schubert, Hans Niemann, Fritz Möller, Gerd Rybak und Klaus Janwlecke. ·
An sieben Tagen stand das Haus 2011 offen, darunter auch der Adventsmarkt-Tag von „Wi fiert Advent“. Sprecher Fritz Möller blickte bei der Jahresversammlung des Heimathaus-Beirates am Montagabend zurück und begrüßt zwei neue „geborenen“ Mitglieder in dessen Reihen – Wehdems Ortsheimatpfleger Gerd Bick und Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier.
15 Besuchergruppen sahen sich 2011 im Museum um. Sechs aus Stemwede, davon zwei mit Gästen aus Amerika, und fünf aus Steyerberg, Bünde, Minden, Kassel und Möllbergen, die über den Moorhof von Heinfried Huck den Weg nach Wehdem fanden.
Schülergruppen der Stemweder-Berg-Schule nahmen die Exponate an neun Tagen in Augenschein. „Die Schüler sind sehr angetan“, berichtete Möller, der den Jungen und Mädchen die Vergangenheit auch mit auf eine Leinwand projizierten Fotos näher gebracht hatte.
Das Frühlingssingen war 2011 noch in Zusammenarbeit mit der Grundschule Westrup erfolgt. Nach deren Schließung hatten sich Jutta Jahn-Schäffer und ihre Musikschüler bereit erklärt, die Tradition fortzuführen. Beim Adventssingen taten sie es zum ersten Mal (wir berichteten).
Der plattdeutsche Arbeitskreis der Volkshochschule hat die Deele zu seinem Versammlungsort erklärt. Leiter Wilhelm Dullweber dankte dafür, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen.
Türschwelle soll kein
Hindernis mehr sein
Um Schönes zu erhalten, braucht es auch Menschen, die sich dafür einsetzen. Neue Gesichter jeden Altes sind im Beirat sowie im Heimatverein immer gern gesehen. Die Pflege von Heimathaus und Garten hatten 2011 wieder die Beiratsmitglieder übernommen. Weitere Arbeiten waren unter anderem das Holen eines Harmoniums der Arrenkamper Familie Köchy, das Legen der Platten für den Tisch unter der Eiche sowie der Einbau einer neuen Dielentür, da die alte undicht) war. Ende des Jahres wurde mit dem Einbaus der Türen an der Wagenremise begonnen. Bei diesen Aufgaben bekamen die „Heimathäusler“ tatkräftige Unterstützung von Stemweder Bürgern.
2012 soll unter anderem der Boden vor der Eingangstür neu gepflastert werden, um einen Höhenunterschied auszugleichen. Rollstuhlfahrer sollten danach keine Probleme mehr haben, ins Haus zu kommen. Die Holzbüsche vor der Wagenremise müssen stark gestutzt werden. „Das Holz muss weg, die Wand wird grün“, erklärte Fritz Möller. Erforderlich würden zudem Malerarbeiten am westlichen Giebel sowie die Überprüfung des Fachwerk-Holzes an dieser Stelle.
Von der 1000-Jahr-Feier Wehdems existiert noch ein Acht-Millimeter-Film. „Nicht nur der stark beschädigte Film muss überarbeitet werden, sondern auch die Vertonung“, erklärte Möller das Problem. Nach der Digitalisierung des Materials soll der „Streifen“ im Heimathaus gezeigt werden.
Viele Menschen hatten das kleine Museum mit Sachspenden aus früheren Zeiten bedacht. Klar, dass bei einer solchen Sammlung auch Platz vonnöten ist. Bürgermeister Gerd Rybak, der den ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aussprach, wollte wissen, wie es damit stehe. Möller: „So langsam wird‘s eng.“ Klaus Janwlecke, Vorsitzender des Heimatvereins, mahnte an, nicht jedes „Schmuckstück“ anzunehmen, auch wenn man dann „aus dem Verteiler“ sei, und die wichtigen Exponate zu inventarisieren. · kap
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