Superbanner

Feuriger Jahresauftakt mit ungarischem Walzerkönig

Kammerphilharmonie um Antal Barnás zum dritten Mal in Rahden zu Gast

Feuriger Jahresauftakt mit ungarischem Walzerkönig

    • recommendbutton_count100
    • 4
    • 0

Rahden - Von Anja SchubertWenn Taktstöcke bersten, feurige Leidenschaft in der Musik ihren Ausdruck findet und nicht enden wollender, Zugaben fordernder Beifall die Aula des Rahdener Gymnasiums erfüllt, dann wissen eingefleischte Kenner: Antal Barnás und die ungarische Kammerphilharmonie haben in der Auestadt wieder ihre Zelte aufgeschlagen. So war es auch am Montagabend, als der ungarische Dirigent und Walzerkönig mit seinen Musikern auf Einladung von „Kul-Tür“ mit stimmungsvollen Walzer-, Ouvertüren- und Polkaklängen das neue Jahr begrüßte.

Die ungarische Kammerphilharmonie um Antal Barnás brannte erneut ein musikalisches Feuerwerk ab. ·

© Foto: Schubert

Die ungarische Kammerphilharmonie um Antal Barnás brannte erneut ein musikalisches Feuerwerk ab. ·

Was Anfang 2010 erfolgreich in Rahden Premiere feierte, gehört für Musikliebhaber mittlerweile zum Jahresbeginn wie „Dinner for one“ zu Silvester. „Volles Haus in Rahdens guter Stube“, freute sich „Kul-Tür“-Vorsitzende Monika Büntemeyer, die noch mehr Zuhörer als im Vorjahr in der festlich dekorierten Aula zu einem Glas Sekt und einem neuen bunten Melodienreigen begrüßte.

Ganz im Stil der Wiener Neujahrskonzerte war das herausragende Klangerlebnis in Rahden auch dieses Mal wieder gestaltet. Bis auf eine kleine Neuerung: Außer jeder Menge Musik, noch mehr Instrumentalisten und einem größeren Bus hatten die Ungarn den Gastgeber des Konzertes im bayerischen Uttenreuth am Vortag, Rolf Baerwald, gleich mitgebracht. Er verstand, das Konzert mit illustrer einrahmender Moderation zu den Werken und Komponisten zu spicken.

Mit echten Schüssen und Trillerpfeifenakzentuierungen, humorvoll und prägnant bildete Baerwald das verbale Pendant zum Maestro am Dirigentenpult, der mit seiner Mimik und Gestik die Musik lebte und voller Leidenschaft und Hingabe sein Ensemble einmal mehr zu neuen brillanten Höchstleistungen führte. Sorgt das melodische Taktmaß des Walzers als solches für eine harmonisch schwingende Grundstimmung, so ist doch für Barnás das schnöde „eins-zwei-drei“ des Drei-Viertel-Taktes ein Fremdwort. Akzentuiert, mit einem kleinen „Vielleicht“ auf den Punkt gebracht, nuanciert in den verschiedensten Tempovariationen – Barnás forderte die ganze Bandbreite walzerischer Klangkunst – vom leisen Spiel einzelner Instrumente hin zu einem voluminösen Klangbild, das dem Dreivierteltakt ein buntes Wechselspiel zwischen sanfter Zaghaftigkeit, beschwingter Leichtigkeit, überschäumender Lebensfreude und nicht zuletzt einem Schuss Melancholie verlieh. In einem Elf-Minuten-Marathon erzählten die Musiker „Geschichten aus dem Wienerwald“ (Joh. Strauß, Sohn).

Gleich ob Rossinis „Die seidene Leiter“, Lehárs „Gold und Silber“, „Persischer Marsch“, „Furioso Polka“ und „Auf der Jagd“ (Joh. Strauß, Sohn) oder Ziehrers „Die Landstreicher“ und Waldteufels „Die Schlittschuhläufer“ – beschwingt nahmen die ungarischen Musiker aus verschiedenen renommierten Orchestern, die sich nur einmal im Jahr für die Neujahrskonzerttournee zusammenfinden, das Publikum mit auf die melodische Reise. An deren Ende durften der „Donauwalzer“ und der „Radetzky-Marsch“, bei dem Barnás in gewohnter Manier das Publikum dirigierte, nicht fehlen.

Zwölf Mal erhoben sich die Musiker, um für jedes Klangerlebnis den gebührenden Beifall zu genießen. Dass die „Ehrenrunde“ zum Abschluss ihres dritten Konzerts in Rahden drei Zugaben erforderte, schien unausweichlich. Als nach Schostakowitschs „Suite für Varieté“, Linkes „Berliner Luft“ und Brahms‘ „Ungarischem Tanz“ die letzten Töne verklungen waren, ließ der Applaus des Publikums keinen Zweifel daran, dass das Aufspielen der temperamentvollen Ungarn auch zum Jahresbeginn 2013 mehr als erwünscht ist und das Neujahrskonzert eine ebensolche Traditionsveranstaltung werden könnte wie die „Kul-Tür-Sorée“.

zurück zur Übersicht: Stemwede/Rahden

  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews
Diese Seite bookmarken bei...

Kommentare

EM-TippspielMitmachen und gewinnen

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/pages/EM.News.2012/316703771733299300truefalsefalse

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte Minden-LübbeckeRahdengroße Karte

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • 30 Tage
  • Themen
Horst Düsterberg, RWE-Netzwerkmeister im Bezirk Rahden, mit einer 500-Quadratmillimeter-Stromleitung. ·

Jetzt braucht die Telekom nur noch Geld

Pr. Ströhen - Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will der Stromkonzern RWE in Rahden. Rund eine Million Euro investiert er laut Kommunalbetreuer Johannes Geers in die Verstärkung und den Ausbau des Stromverteilnetzes. Derzeit wird ein rund sechs Kilometer langes Kabel von der Umspannanlage Oppenwehe bis nach Pr. Ströhen verlegt. Gleichzeitig wird die überflüssig gewordene Freileitung demontiert.Mehr...

Natürlich genossen auch die Frauen – hier eine Truppe aus Oppenwehe – den Vatertag im Waldfrieden. ·

Entspannte Atmosphäre

Wehdem - Mit geschmücktem Bollerwagen, gefüllt mit reichlich Flüssignahrung, mit dem Fahrrad, dekoriert mit frischen Birkenzweigen, oder zu Fuß rückten am Himmelfahrtstag nicht nur Väter zur traditionellen Vatertagstour aus, um Stemwedes ländliche Umgebung zu erkunden und hier und da einzukehren.Mehr...

Natürlich genossen auch die Frauen – hier eine Truppe aus Oppenwehe – den Vatertag im Waldfrieden. ·

Entspannte Atmosphäre

Wehdem - Mit geschmücktem Bollerwagen, gefüllt mit reichlich Flüssignahrung, mit dem Fahrrad, dekoriert mit frischen Birkenzweigen, oder zu Fuß rückten am Himmelfahrtstag nicht nur Väter zur traditionellen Vatertagstour aus, um Stemwedes ländliche Umgebung zu erkunden und hier und da einzukehren.Mehr...

Meist kommentierte Artikel

  • 3 Tage
  • 7 Tage
  • Themen
Warnung vor der Gefahrenstelle: Nach dem jüngsten schweren Unfall auf der Kreuzung ließ die Unfallkommission des Kreises Warntafeln aufstellen und Rüttelmarkierungen auf den Straßen anbringen. ·

Landesbetrieb Straßen NRW gegen teuren Kreisverkehr

Oppendorf - Von Kai PröpperEin Kreisverkehr soll die Kreuzung Rahdener Straße/Oppendorfer Straße in Oppendorf langfristig sicherer machen. Dafür sprachen sich nach Angaben des Kreises bei der Sitzung der Kreis-Unfallkommission am vergangenen Mittwoch die Polizei, die Gemeinde Stemwede, das Bau- und Planungsamt sowie die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Minden-Lübbecke aus. Erkenntnisse über die Wirksamkeit der bereits umgesetzten Sofortmaßnahmen sammeln will dagegen zunächst der Landesbetrieb Straßenbau NRW. Vermitteln soll jetzt die Bezirksregierung in Detmold.Mehr...

Ausschuss macht Weg für Solarpark frei

Rahden - Der Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke (AML) darf das eine Photovoltaikanlage auf seiner ehemaligen Mülldeponie in Varlheide errichten. Der Bauausschuss der Stadt Rahden hat am Mittwochabend bei einer Gegenstimme von Carsten Zimmermann (FWG) die Aufstellung eines entsprechenden vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beschlossen.Mehr...

Kontakt

Redaktion Stemwede/Rahden

Am Drieangel 2
32351 Wehdem
Telefon 05773 / 9115-0
Telefax 05773 / 9115-29
lokales.rahden@kreiszeitung.de

Artikel lizenziert durch © kreiszeitung
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.kreiszeitung.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper