Rahden - Hereinspaziert und hereingeschnuppert: Wie spannend und realitätsbezogen sich fachliches Wissen aneignen lässt, erlebten am Sonnabend Schüler der vierten Grundschulklassen beim Tag der offenen Tür der Rahdener Freiherr-vom-Stein-Realschule.

© Foto: Schubert
Fröhliche Steckerei: Julian, Hendrik, Moritz und Angelika beschäftigten sich unter Anleitung von Physiklehrer Jürgen Ehrentreich mit dem Aufbau elektrischer Stromkreise. ·
Handlungsorientiert, musikalisch und mit neuester Unterrichtstechnik präsentierte sich die weiterführende Schule den potenziellen Fünftklässlern und ihren Eltern. Rund 120 Kinder nutzten die Chance, sich einen Eindruck von dem zu verschaffen, was sie ab dem kommenden Schuljahr erwarten könnte.
Für einen musikalischen Auftakt sorgten Musiklehrer Billy Bontas und seine Keyboardschüler der fünften und sechsten Klassen. Kurz und knapp hielt Schulleiterin Ursula Radecker die Begrüßung, wohlwissend, dass die Grundschüler schnell auf ihre „Entdeckungstour“ durch ausgewählte Fächer aufbrechen wollten. Begleitet wurden sie von den jetzigen Fünftklässlern.
Mit Musik, Technik, Physik, Chemie, Kunst, Hauswirtschaft, Englisch, Sport und zwei Informatikkursen animierten insgesamt neun Fächer zum Mitmachen und Ausprobieren.
Während die Kinder Unterrichtsluft schnupperten, gab es für die Eltern in der Aula und bei Rundgängen von Schulleiterin Radecker und Unterstufenkoordinatorin Gisela Bednar, die den Schnuppertag geplant hatte, viele Informationen. Aber auch alle übrigen Pädagogen des derzeit 31 Lehrer, zwei Referendare und eine Fremdsprachenassistentin zählenden Kollegiums hatten jederzeit ein offenes Ohr und Antworten parat. Rund 570 Schüler besuchen die Bildungseinrichtung aktuell.
Für die Verpflegung zwischendurch sorgten die Schüler der Klasse 7b, die mit dem Erlös ihre Klassenkasse zugunsten der geplanten England-Fahrt aufbessern. Ab dieser Jahrgangsstufe können sich die Schüler für bilingualen Unterricht entscheiden. Erdkunde, später auch Geschichte und Politik, werden dann in englischer Sprache erteilt. Als weitere Besonderheit wird in den fünften und sechsten Klassen das Fach Musik in Form von Keyboardunterricht gelehrt. Und auch das Sprachförderkonzept im Bereich Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) wird weiter entwickelt. „Wir arbeiten mit Schulpsychologen und Sprachberatungen zusammen, denn das Thema muss weitergehend behandelt werden als nur im Deutschunterricht“, so Radecker. „Es geht alle Fächer an.“
Schulleiterin und Unterstufenkoordinatorin zeigten sich mit der Nutzung des Schnupperangebotes zufrieden. Letzen Endes wird die Frage der richtigen Schulwahl bei der Anmeldung in einem individuellen Beratungsgespräch geklärt. „Wir versuchen, durch Gespräche mit den Eltern Ängste und Unsicherheiten auszuräumen“, so Bednar. Die Anmeldefrist läuft vom 20. Februar bis zum 3. März. · Art
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