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Demografischen Wandel auch als Chance wahrnehmen

AG 60 plus im SPD Gemeindeverband Stemwede zieht Bilanz / Vorstand wiedergewählt / Inge Howe berichtet aus dem Landtag

Demografischen Wandel auch als Chance wahrnehmen

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Stemwede - Die Interessen der Älteren vertreten, ihr Engagement fördern und eine gleichberechtigte Einbeziehung der Älteren in die politische Willensbildung gewährleisten – das haben sich die Mitglieder der AG 60 plus im SPD Gemeindeverband Stemwede auf die Fahne geschrieben.

Der Vorsitzende der Stemweder SPD, Wilhelm Riesmeier (stehend), und der Vorstand der AG 60 plus diskutieren den Antrag an den Unterbezirksparteitag (v.l.) Paul Lahrmann, Erich Brüning, Irmgard Voges, Reinhold Gralla und Günter Bohne. ·

© Foto: Russ

Der Vorsitzende der Stemweder SPD, Wilhelm Riesmeier (stehend), und der Vorstand der AG 60 plus diskutieren den Antrag an den Unterbezirksparteitag (v.l.) Paul Lahrmann, Erich Brüning, Irmgard Voges, Reinhold Gralla und Günter Bohne. ·

Um ihre Ziele besser umsetzen zu können, haben die Mitglieder am Freitagabend im Rahmen ihrer Gemeindeverbandskonferenz in Arrenkamp einen Antrag an den Unterbezirksparteitag zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines „Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes“ für den Mühlenkreis verabschiedet.

Die Stemweder AG 60 plus habe sich in mehreren Sitzungen mit dem Thema kommunale Seniorenpolitik beschäftigt, berichtete der Vorsitzende Günter Bohne. „Uns ist wichtig, dass der demografische Wandel nicht nur als Gespenst oder Mythos, sondern auch als Chance gesehen wird“, machte Bohne deutlich.

Die Kommune sei in erster Linie zuständig für die soziale wie demografiesensible Gestaltung der Lebensverhältnisse. Auf dieser Ebene müssten darum die entsprechenden politischen, infrastrukturellen und nicht zuletzt finanziellen Rahmenbedingungen für eine immer älter werdende Bevölkerung geschaffen werden. Moderne Seniorenpolitik, so machte Bohne deutlich, müsse die gesamte Lebenssituation berücksichtigen und nicht nur die traditionellen Aspekte Einkommen, Gesundheit und Pflege. An der Arbeitsgruppe sollen neben Politikern aller Stadt- und Gemeinderatsfraktionen auch Vertreter der Wohlfahrtsverbände teilnehmen.

Weniger brisant als das Thema der überalternden Bevölkerung gestalteten sich die Vorstandswahlen. Die Mitglieder sprachen dem Vorsitzenden Günter Bohne ebenso das Vertrauen aus wie seinen beiden Stellvertretern Reinhold Gralla und Erich Büning, Schriftführer Paul Lahrmann und den drei Beisitzern Giselbert Melcher, Wilhelm Dullweber und Irmgard Voges.

Als Kandidaten für den Vorstand des Unterbezirks Minden-Lübbecke entsendet die AG 60 plus Dieter Pohl, Manfred Tönshoff, Hartmut Ende, Wilfried Ahrendmeier und Paul Lahrmann. Für den OWL-60-plus-Vorstand kandidieren Wilfried Ahrendmeier, Horst Franke und Paul Lahrmann. Delegierte für die Regional-, Landes- und Bundeskonferenz sind Günter Bohne und Paul Lahrmann.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe, die als Gast an der Gemeindeverbandskonferenz teilnahm, berichtete über ihre Arbeit in der Landeskammer und die jüngsten Beschlüsse des Parlaments. Wichtiges Thema sei derzeit das Gesetz zur Dichtheitsprüfung, so Howe, die ihren Ärger darüber deutlich machte, dass CDU und FDP jetzt so tun, als seien sie für diese Prüfung nicht verantwortlich. Immerhin sei das entsprechende Gesetz 2007 unter Schwarz-Gelb verabschiedet worden, empörte sich Howe über die erstaunliche Kehrtwende der beiden Parteien. „Daran müssen wir die Bürger verstärkt erinnern“, forderte sie von ihren Parteikollegen.

Grundsätzlich, so Howe, unterstütze sie die Überprüfung auch der privaten Abwasserrohre auf ihre Dichtheit, denn nur so könne das Grundwasser geschützt werden. „Wenn wir das nicht machen, können wir bald nur noch Wasser aus Flaschen trinken“, wies sie auf die Gefahren hin. Allerdings müsse die Prüfung bürgerfreundlicher gestaltet werden, als es die derzeitige Regelung vorsehe. Ein neues Gesetz soll dem Landesparlament noch im Januar vorgelegt und nach Einschätzung Howes im Sommer verabschiedet werden. · mer

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