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Stemwedes neuer Gemeindejugendpfleger Bernd Binsack hat viele Pläne / Mindestens eine größere Aktion pro Monat

„Das ist genau mein Ding“

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Stemwede - „Das war wie ein Sechser im Lotto“, erinnert sich Bernd Binsack noch genau an den Tag, an dem er die Zusage für den Posten des Jugendpflegers bekommen hat. Seit dem 1. Januar steht der 44-Jährige aus Vechta in Diensten der Gemeinde Stemwede – und hat sich einiges vorgenommen. Mindestens eine größere Aktion pro Monat will er für die jungen Stemweder auf die Beine stellen.

Bernd Binsack kümmert sich seit dem 1. Januar um die Belange der Jugendlichen. ·

© Foto: Russ

Bernd Binsack kümmert sich seit dem 1. Januar um die Belange der Jugendlichen. ·

„Mir wird zum Glück relativ freie Hand gelassen beim Ausbrüten von neuen Ideen“, freut sich Binsack über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zu große Sprünge wird er zwar nicht machen können – schließlich sind die finanziellen Mittel begrenzt –, doch das entmutigt den engagierten Sozialpädagogen nicht. Er hat bereits viele Ideen, wie er die Jugendlichen begeistern will. Dabei hat er ausdrücklich alle Altersgruppen im Blick. So ist bereits für Ende Januar eine Fahrt mit acht- bis zehnjährigen Grundschülern ins Delfin-Bad geplant, im nächsten Monat soll ein Ausflug mit 11- bis 14-Jährigen in die Eissporthalle in Osnabrück folgen. Ob das klappt, sei aber noch nicht ganz sicher.

Die Jugendarbeit hatte es dem 44-Jährigen schon angetan, als er selbst noch ein Heranwachsender war. Mit 14 Jahren trat er den Pfadfindern bei, denen er bis heute treu geblieben ist, und übernahm früh Verantwortung. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mir immer großen Spaß gemacht“, so Binsack. Nach seinem Studium an der katholischen Fachhochschule in Vechta war er zuletzt im Stefansstift in Freistatt tätig. „Als ich im September die Stellenausschreibung gesehen habe, habe ich sofort gedacht: Das ist genau mein Ding.“

Derzeit reist Binsack durch die Gemeinde und stellt sich und seine Ideen in Schulen und Vereinen vor. Denn mit ihnen möchte er künftig eng zusammenarbeiten. „Ich will auf keinen Fall zur Konkurrenz der Vereine werden“, macht er deutlich. Auch das Life House als Knotenpunkt für die Jugendlichen will er in seine Arbeit einbinden.

Auf seine ersten Wochen in Stemwede blickt er durchaus zufrieden zurück: „Ich bin überall sehr nett aufgenommen worden.“ Damit er sich in der ungewohnten Umgebung gut zurecht findet, steht ihm seine Vorgängerin Dorit Bültermann zur Seite.

Sie wird künftig schwerpunktmäßig als Schulsozialpädagogin tätig sein und Binsack mit einer Viertelstelle in der Jugendpflege unterstützen. „Wir werden sicherlich versuchen, bei größeren Aktionen zusammenzuarbeiten.“ Besonders bei geschlechtsspezifischen Themen werde sich Bültermann weiterhin um die Belange der weiblichen Jugendlichen kümmern. Auch die Mädchengruppen werde sie weiter betreuen, so Binsack. Er selbst plant, ein Pendant für die Jungen einzurichten.

Möglich wurde die Konstellation durch das Förderprogramm „Bildung und Teilhabe“, dass bis Ende 2013 eine zusätzliche Stelle für die Schulsozialarbeit sponsert. „Es war ohnehin geplant, die Schulsozialarbeit insbesondere am Schulzentrum in Wehdem stärker in den Fokus zu rücken“, erläutert Fachbereichsleiter Werner Bahnemann. Von Seiten der Lehrer sei dort ein höherer Bedarf angezeigt worden, so Bahnemann. „Da kam uns das Förderprogramm gerade recht“. Auch die halbe Jugendpflegerstelle wird für diesen Zeitraum gefördert. „Bis Ende 2013 ist die Stelle sicher. Was danach geschieht, muss man sehen.“ · mer

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