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Ampelfarben zeigen an, welches Dach geeignet ist

Stadt und Stadtsparkasse Rahden stellen Solarpotenzialkataster vor

Ampelfarben zeigen an, welches Dach geeignet ist

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Rahden - Die Welt sieht aus der Vogelperspektive betrachtet nicht nur interessant aus – ein Blick kann in vieler Hinsicht sogar aufschlussreich sein. In Zusammenarbeit mit einer Firma aus Dortmund hat die Stadtsparkasse Rahden in Kooperation mit der Stadt ein Solarpotenzialkataster für das Gebiet der Auestadt und die dazugehörigen Ortschaften erstellt. Auf den Internetseiten der Stadt und des Kreditinstitutes können sich Bürger über ein interaktives Kartenwerk darüber informieren, wie geeignet eine private Dachfläche für die Nutzung von Sonnenenergie ist.

Rahden aus der Vogelperspektive: Die grünen Flächen zeigen an, ob ein Dach für Photovoltaik gut geeignet ist. Geeignete und nicht geeignete Flächen erscheinen im Solarpotenzialkataster in gelb und rot. Das Kartenwerk zeigt nicht an, ob auf den Dächern bereits eine Anlage installiert ist. · Grafik: Stadt Rahden/Stadtsparkasse Rahden

© ksy

Rahden aus der Vogelperspektive: Die grünen Flächen zeigen an, ob ein Dach für Photovoltaik gut geeignet ist. Geeignete und nicht geeignete Flächen erscheinen im Solarpotenzialkataster in gelb und rot. Das Kartenwerk zeigt nicht an, ob auf den Dächern bereits eine Anlage installiert ist. · Grafik: Stadt Rahden/Stadtsparkasse Rahden

Autark in der Energieversorgung sei Rahden noch nicht, aber „wir befinden uns auf dem besten Weg“, war sich Hartmut Jork, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, sicher. Zusammen mit Klaus Kienemann, Sparkassenvorstandsmitglied, Bürgermeister Bernd Hachmann, Bauamtsleiter Dieter Drunagel, Anja Witte, Ansprechpartnerin für das Kataster, Anette Grewe, Marketingleiterin der Stadtsparkasse, und Dr.-Ing. Stephan Wilforth, Geschäftsführer der tetraeder.solar.gmbh, stellte er das Kataster gestern vor.

In den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün werden die Dachflächen darin dargestellt – je nachdem, ob ein Gebäude für Photovoltaik gut oder weniger gut geeignet ist. Die Grafik „Einstrahlung“ zeigt in einem Farbspektrum die Sonneneinstrahlung in Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr an, und eine weitere gibt Hinweise, welche Bereiche für eine Dünnschicht- oder eine kristalline Technologie geeignet sind.

Alle Darstellungen basieren auf Laserscandaten des Landes NRW, die von einer Software der tetraeder.solar.gmbh in ein 3D-Model überführt und zusammen mit amtlichen Katasterdaten weiterverarbeitet wurden.

„Die Kunst besteht darin, die Einstrahlung der Sonne zu berechnen“, erklärte Dr.-Ing. Stephan Wilforth. Zu diesem Zweck habe man den Sonnenverlauf eines Jahres simuliert und unter anderem den Schattenwurf von Nachbargebäuden und Bäumen berücksichtigt. Durch die Errechnung der Energie, die innerhalb eines Jahres auf ein Dach einstrahle, habe man die Energie, die von jedem Dach gewonnen werden könne, ermittelt. „Zu 98,8 Prozent stimmen die Ergebnisse der Einstrahlungssimulation mit denen langjähriger empirischer Beobachtungen überein“, so der Geschäftsmann. Das Kataster diene lediglich der Entscheidungsvorbereitung und ersetze keinen fachkundigen Installateur. „Wir haben vorab alle interessierten Handwerker der Region zu diesem Thema eingeladen“, erklärte Hartmut Jork.

Jedes Gebäude erhält in der Kataster-Übersicht eine Identifikationsnummer, mit der ein Wirtschaftlichkeitsrechner der Stadtsparkasse „gefüttert“ werden kann. Dieser prognostiziert dem Nutzer unter anderem die installierbare Leistung sowie den Stromertrag.

Als Gründe für die Erstellung des Katasters nannten die Partner gestern die Förderung von Sonnenenergie, des Umweltschutzes sowie der heimischen Wirtschaft. · kap

http://www.rahden.de

http://www.stadtsparkasse-rahden.de

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