001.09.10|Landkreis Diepholz|Landkreis Diepholz|
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BR.-VILSEN (nie) · Die beiden gepflegten Haflinger „Nele“ (13) und „Wien“ (4) waren gestern gegen sieben Uhr in der Früh die ersten Pferde, die von Veterinärarzt Dr. Konrad Dams, Veterinärärztin Sara Pottkamp und Lebensmittelkontrolleur Martin Hutschenreuter auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Sandra Pottkamp und Martin Hutschenreuter (v.r.) überprüfen einen Equidenpass.
Ihr Besitzer Ulrich Wolle (Beckeln) durfte danach auf das Gelände des Pferdemarktes in Bruchhausen-Vilsen und seine Tiere zum Verkauf anbieten. Es war alles in Ordnung mit seinen Haflingern und die notwendigen Papiere (Equidenpass) hatte er auch dabei. „Wenn das alles war, ist es in Ordnung so“; sagte der Beckelner und fügte verständnisvoll an: „Die Kontrolle des Veterinär amtes gibt mir die Gewissheit, dass ich, wenn ich keines verkaufe, mit gesunden Tieren heimkomme. Es weiß doch inzwischen jeder, dass man seine Papiere haben muss und die Tiere gesund sein müssen.“
Das war gestern bei einem Pferd nicht so. Es war erkrankt. Das sahen die Mitarbeiter des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz dem Vierbeiner im wahrsten Sinne des Wortes an der „Nase“ an.
Ein ehemaliger Zauberer hatte mit seinen Lachtauben, Requisiten aus seinem früheren Berufsleben als Zauberer, auch kein Glück. Die Tauben waren nicht geimpft. Da konnten die Landkreismitarbeiter kein Auge zudrücken, auch, wenn die Tauben noch so nett gurrten und dreinschauten. Keinen Extrabonus gab es schließlich für die Fohlen, die auf der Fohlenverkaufsschau angeboten wurden. Dr. Konrad Dams: „Auch die schauen wir uns an.“ Danach durften alle im Geviert vorgestellt werden.
In aller Herrgottsfrüh waren die Vertreter des Landkreises angereist und erwarteten an einem Eingang zum Pferdemarkt die Groß- und Kleintierzüchter. Ein Pferdehändler bemerkte: „Es wurden im Vorfeld dieser Kontrollaktion die Pferde scheu gemacht, was hier jetzt abläuft finde ich richtig.“ Martin Hutschenreuter unserer Zeitung gegenüber: „Wir wollen doch keinem etwas Böses, wir wollen mit dieser Aktion doch nur, dass die Tiere, die auf den Markt kommen, gesund sind. Das ist im Interesse des Tierhalters und des Käufers.“
Erfreulicherweise sei alles, so Sara Pottkamp, reibungslos abgelaufen. Ärger habe es nicht gegeben. Martin Hutschenreuter lobte die Gemeinde Bruchhausen-Vilsen, die den Beschickern des Pferdemarktes die Anmeldungen im Vorfeld per Internet erleichterte.
„Der Zustand der Tiere hat sich im Laufe der Jahre verbessert“, hieß es seitens der Landkreismitarbeiter. Übrigens, auch einige Zwergkaninchen mussten das Marktgelände verlassen. Sie sollen nicht ausreichend versorgt gewesen sein. Was die Vertreter des Landkreises vor Ort bemerkten war, dass insgesamt eine bessere Atmosphäre ihrer Arbeit gegenüber herrschte als im vergangenen Jahr, zudem seien mit den Tierhaltern gute Gespräche während der Untersuchungen der Tiere geführt worden.
Von daher eine Präventionsarbeit mit Blick auf weitere Pferdemärkte.
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