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Geburtshilfe: Info-Abend der Bürgerinitiative / Beraterin soll aktiv werden

„Wir wollen den Kreißsaal“

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Twistringen - Von Katrin PliszkaDer erhoffte „Masterplan“ von Unternehmensberaterin Barbara Kosfeld, der vorgibt, was für eine dauerhafte Geburtshilfe im Kreis zu tun ist, lag Dienstagabend nicht auf dem Tisch. Rund 150 Männer, Frauen und Kinder waren zur Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative in das Schulzentrum gekommen – und sie hatten viele Fragen mitgebracht.

Was Moderator Erich Sturm als Diskussion angekündigt hatte, entwickelte sich teils zu einer Fragestunde. So leuchtete Kosfelds Konzept vom übergreifenden Netzwerk, das sie als Pilotprojekt für eine Geburtshilfe im Kreis skizziert hatte (wir berichteten bereits), offenbar nicht allen als Lösungsansatz ein. Als Michael Gillner aus Bassum die Referentin im Laufe des Abends fragte, wo denn das angekündigte Konzept bleibe, war Applaus zu hören. Auch anderen Besuchern schien Kosfelds Vortrag vorab zu abstrakt gewesen zu sein.

Konkret war hingegen die Forderung von Kinderarzt Holger Theek aus Bassum: „Wenn Politik und Träger gesagt haben, wir wollen weitermachen, verlange ich auch von Eltern, den Kreis zum Kinderkriegen nicht zu verlassen.“ Zudem bat er seine Kollegen, gesunde Schwangere doch zu animieren, im Kreis zu gebären. Torsten Eggelmann aus Bassum warf ein, dass auch eine höhere Bezahlung der Fachärzte die Abteilung sichern könne. Kosfeld sah im Geld nicht die Lösung des Problems: Man müsse neu denken und den Ärzten nicht nur Geld, sondern auch neue Konzepte wie ein Geburtshilfe-Netzwerk als Pilotprojekt anbieten, um sie in den Landkreis zu locken. Aber: „Wir brauchen dafür Politiker und Träger, die sagen, ‚wir wollen ein neues Konzept‘“, stellte sie klar. Sie selbst könne helfen, wenn es gewünscht werde. Vorher könne sie nicht weiter aktiv werden und auf potenzielle Netzwerk-Partner wie Hochschulen zugehen. Am Ende waren sich die Besucher einig: „Wir fordern den Bau des Kreißsaals in Bassum und die Beauftragung von Barbara Kosfeld durch den Landkreis“, fassten Theek, Eggelmann und andere Besucher zusammen.

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