Weyhe - WEYHE · Vier Wochen nach der Havarie des 290 Meter lange Luxusliners „Costa Concordia“ vor der toskanischen Insel Giglio sind Kreuzfahrten nach wie vor beliebt bei Kunden. Das bestätigen Mitarbeiter verschiedener Reisebüros in Weyhe.

© Foto: Schritt
Heiko Blank mit einem Prospekt eines Kreuzfahrten-Anbieters. ·
„Es gibt keinen Einbruch bei der Nachfrage nach Kreuzfahrten“, sagt Anke Gerlach vom Reisebüro Holiday Land. Diese sind ihrer Meinung nach deshalb so beliebt, weil Reisende ohne Koffer zu packen von einem Ort zum anderen gebracht werden und die tollsten Sehenswürdigkeiten anschauen können.
Allerdings möchten Kunden nach dem Unglück vermehrt Sicherheitsfragen erörtern, sagt Gerlach. Das sei im Reisebüro am Markt ähnlich, berichtet Karin Wolters. Nur in einem Fall seien Kunden „völlig entsetzt“ gewesen. Einige Weyher, die an Bord von Costa-Schiffen waren, hätten bei Evakuierungsübungen von einem „heillosen Durcheinander“ berichtet. Von anderen Schiffen sei so etwas nicht bekannt. Es sei eine Verbesserung, dass die Reedereien auf das Costa-Unglück reagiert hätten und nun Sicherheitsübungen vor Auslaufen des Schiffes veranstalten, die sonst laut Gesetz nur im Zeitrahmen von 24 Stunden nach dem Ablegen erfolgt sein müssen.
Kunden seien zwar kritischer, doch nach wie vor an Kreuzfahrt-Prospekten, die es in Hülle und Fülle gibt, interessiert, sagt Heiko Blank vom Reisecenter im Bahnhof. Er selbst wünscht sich für Kreuzfahrtschiffe US-Standard. Während es im europäischem Raum ausreicht, dass Gäste etwa im Theater des Schiffes eine Sicherheitseinweisung bekommen, müssen sich in den USA Kreuzfahrer an ihren Rettungsinseln einfinden. „Ich habe es mitgemacht. Das ist zwar nervig, aber besser“, sagt Blank.
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