Weyhe - WEYHE · „Seit zehn Jahren gibt es bereits den Euro in Deutschland in klingender Münze, doch Kunden im Supermarkt rechnen oft noch in Mark um. Vor allem wenn sie sich beschweren.“ Das sagt Lieselotte Schulze (65). Sie war ein Vierteljahrhundert im Supermarkt an der Leester Straße beschäftigt und will jetzt zusammen mit Kollegin Walburga Klingebiel (70) den Ruhestand genießen.
Wer so lange im Einzelhandelsgeschäft an der Kasse gearbeitet hat, hat die Preise im Kopf, sagt Schulze. Sie stimmt jenen Kunden zu, wenn diese manchmal behaupten, dass aus dem alten D-Mark-Preis ein Euro-Preis geworden ist. Ein Beispiel: „Früher hat die Milch 44 Pfennig gekostet, jetzt 51 Cent.“ Und das Einkommen sei im gleichen Zeitraum nicht verhältnismäßig gestiegen, bedauert sie. Doch ihr sei es völlig egal, mit welcher Währung man rechnet – solange die Bezahlung fair ist. Die 65-jährige kritisiert Hersteller, die zwar ihre Produkte zum gleichen Preis anbieten, doch das Gewicht der Ware reduzieren. „Verbraucher sollten genau hinschauen.“ Dem stimmt Walburga Klingebiel zu. Die gelernte Einzelhandelskauffrau wurde seit 2004, kurz nach deren Eintritt ins Rentenalter, Schulzes Kollegin.
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