Weyhe - Von Sigi Schritt · Bis Ende des Jahres sollen in Deutschland 150 Kommunen über die einheitliche Behördennummer „115“ erreichbar sein. Die Bürger sollen dann einen direkten und schnellen Draht in die Verwaltung bekommen. Die Gemeinde Weyhe will sich an diesem Projekt allein wegen des technischen und personellen Aufwandes nicht beteiligen, sagt Andreas Bovenschulte, Stellvertreter des Bürgermeisters.

© Harald Hinze
Kurzwahl 115: Hinter dieser Nummer verbirgt sich das sogenannte "Helpdesk"-Projekt. Hinter der Servicenummer soll es zum Beispiel Infos zum Personalausweis, zur elektronischen Lohnsteuerkarte, zum Elterngeld und zur Kfz-Zulassung geben.
Wolfram van Lessen von der Landkreisverwaltung, sagt, dass der Kreis gegenüber der „115“-Einführung skeptisch war, doch seine Haltung seit Herbst nach den positiven Erfahrungen in Köln, Bonn und vom niedersächsischen Pilotprojekt in Oldenburg geändert habe. Doch die Einführung eines solchen Wissensmanagements sei für den Kreis und für Kommunen wie Weyhe deshalb unnötig, weil die Bürger bereits einen guten und direkten Draht in die Verwaltungen haben: „Bei uns ist alles bürgernah. Wir geben bestmögliche Antworten. Wir sehen kein Defizit.“ Sollte Verwaltung prüfen, ob sie wirtschaftlicher arbeiten könnten, wenn Sachbearbeiter ungestört von Anrufern arbeiten können, könnte „115“-Nummer zum Thema werden.
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