128.08.09|Weyhe|Weyhe|
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Leeste - (sie) n Sie hat einen Ehrenplatz bekommen – die Glocke aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die der Glockenrevisor 2006 hatte stilllegen lassen. Sie durfte deshalb nicht mehr bimmeln, weil sie Risse hatte.

Die Mauerarbeiten erledigten Lothar Irmer (o.l.) und Heino Wöhlke (o.r.). Spender Karl-Heinz Ahrens (u.r.) und Dietrich Ortmann (u.l.) vom Glockenausschuss, Küster Dieter Suhling (o.2.v.l.) und Ingrid True vom Förderverein der Marienkirche freuen sich über das neue, kleine Denkmal.
Seit gestern befindet sie sich auf einem Sockel in unmittelbarer Nähe des Eingangs der Marienkirche. Weshalb sie hier aufgestellt werden konnte, macht ein kleines, aber gut sichtbares Schild deutlich: „Durch eine Spende der Familie Ahrens (Köhlerbruch, Leeste) konnte diese Glocke der Marienkirche vor dem Einschmelzen bewahrt und somit für die Kirchengemeinde Leeste erhalten werden. Hierfür bedanken wir uns herzlich!“
„Die Glocke ist die Seele der Kirche“, sagte Dieter Suhling, Küster der Marienkirche, damals, als der Vorschlag bekannt wurde, die kaputte durch zwei neue Glocken zu ersetzen. Um die neuen Klangkörper zu finanzieren, wurde der Schrottpreis der alten Glocke miteinkalkuliert. Aber soll man eine „Seele“ so ohne weiteres zum Schrott geben und dann einfach einschmelzen? Die Familie Ahrens gab mit ihrer namhaften Spende die Antwort. Die Glocke bleibt. Auf einem festen Fundament gesichert und mit einer Eisenstange verschweißt – Metalldiebe bleiben chancenlos und würden sich eher die Zähne daran ausbeißen.

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