Kirchweyhe - Von Philipp KösterGleich für fünf Mitglieder des Kirchweyher Gesamtschul-Kollegiums endet mit Beginn der Zeugnisferien ihre Dienstzeit. Sie haben zum Teil über Jahrzehnte das Weyher Schulleben geprägt.

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Die 70- und 80-er Jahre waren bildungs- und globalpolitisch heiße Zeiten, wie dieses Bild vom Schulstreik an der KGS Leester 1987 beweist. · Archivfoto: Schritt
Vor allem der 65-jährige Hans Lücke hat wie kein zweiter an den Schulen der Wesergemeinde gewirkt: Außer in Kirchweyhe an der KGS hat der Realschullehrer auch an der Leester Gesamtschule sowie in den Grundschulen Kirch- und Sudweyhe Biologie, Werken und Deutsch unterrichtet. Auch in Lahausen war er tätig, das bis in die 80-er Jahre noch eine Orientierungsstufe (OS) beherbergte.
„1996 hat mich Peter Bennemann überredet, an die neue KGS Kirchweyhe zu kommen“, sagt der gebürtige Lahauser, der heute in Bassum-Högenhausen wohnt und dessen Tochter Katja ebenfalls an der KGS unterrichtet.
Hans Lücke war 30 Jahre lang Beratungslehrer. Er hat viele Gespräche mit Eltern und Schülern geführt. Was hat sich in all den Jahren geändert? „Heute haben wir pro Klasse in jedem Schulzweig vier bis fünf auffällige Kinder. Das gab es früher so nicht.“
Vor allem die ersten Studienfahrten sind Arthur Schmitt haften geblieben: Mit dem ersten Abiturjahrgang und 50 Schülern ging es 1980 gemeinsam mit Franz Hartmann auf große Italien-Reise. Und 1982 engagierten sich 100 der 150 Abiturienten bei ihrer Studienfahrt in einem sozialen Projekt bei Frankfurt, als sie halfen, eine Schlossruine in ein Kinderheim zu verwandeln. In den 90-er Jahren hat sich Schmitt beim Polenaustausch der Leester Schule mit Olesnica engagiert. Abschaffung der OS, Turbo-Abitur – vor diese Herausforderungen sahen sich Schmitt und seine Mitstreiter in der kollegialen Schulleitung gestellt.
„Ich war gerne als Oberstufenlehrer in Leeste, wir waren ein tolles Kollegium. Und ich will nicht verhehlen, dass ich 1998 gegen meinen Willen nach Kirchweyhe versetzt worden bin.“ Doch der Geschichts-, Politik-, Deutsch- und Erdkundelehrer arrangierte sich, wurde sogleich kommissarischer Gymnasialzweigleiter und übernahm später diese Funktionsstelle auch offiziell.
In Zukunft möchte sich der Bremer im Staatsarchiv der Hansestadt engagieren und weiter seinem Hobby Fußball frönen, und zwar wie seit Jahrzehnten mit den Kollegien beider Gesamtschulen. „Und wie alle Lehrer endlich mal Urlaub außerhalb der Ferien machen.“
Theater und Tanz, Reisen und ungelesene Bücher – damit möchte sich in Zukunft Christa Davila befassen. Die aus Gelsenkirchen gekommene Pädagogin hat ab 1994 in Leeste Englisch unterrichtet und das Fach Spanisch aufgebaut. Später lehrte sie an beiden Gesamtschulen dieses aufstrebende Fach, ehe sie ganz nach Kirchweyhe ging. „Ich habe meine Arbeit geliebt, und mein Hobby zum Beruf gemacht“, blickt Christa Davila zurück.
Auch nehmen Christine Kalweit und Werner Schirmeyer kommende Woche ihren Hut. Kalweit kam 1996 aus Brinkum an die neue KGS Kirchweyhe. Die Fachbereichsleiterin für Sprachen unterrichtete Englisch, Französisch und Spanisch. Ebenfalls von der Gesamtschule in Brinkum wurde Schirmeyer nach Weyhe versetzt. Ab August 1998 wirkte er dort und war kurzzeitig kommissarischer Fachbereichsleiter für Sport. Er ist abgeordnet an die Berufsbildenden Schulen nach Syke, unterrichtet auch noch bis zum Ende des Schuljahres, wurde aber wie seine Kollegen gestern Mittag verabschiedet.
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