016.08.10|Landkreis Diepholz|Landkreis Diepholz|
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LANDKREIS (sp) · In Sachen Ortsumgehung Barnstorf ist eine Entscheidung gefallen: Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat auf ihrer Internetseite verkündet, dass das laufende Planfeststellungsverfahren eingestellt worden ist. Damit ist die geplante Trasse zwischen Ortskern und Wohngebiet Walsen vom Tisch.
„Die beantragte Trasse ist aus städtebaulichen Gründen nicht planfeststellbar“, teilt die Behörde in Hannover mit. Die zwischenzeitlich eingetretene städtebauliche Entwicklung habe in der Bewertung zum Ausschluss jener Trasse aus der Vielzahl der Varianten geführt. Die Entwicklung weiterer Wohngebiete in Zuordnung zu vorhandenen Wohnstandorten in Anlehnung an die zentrale Ortslage würde durch diese Trasse künftig verhindert. Die Ortslagen Walsen und Barnstorf würden dauerhaft durchschnitten, heißt es in der kurzen Begründung.
Der zuständige Dezernatsleiter der Planfeststellungsbehörde, Rolf Rockitt, hatte bei den Erörterungsterminen im April 2009 in Barnstorf den Auftrag an das Straßenbauamt Nienburg erteilt, die geplante Trasse zwischen Ortskern und Walsen noch einmal hinsichtlich der verkehrstechnischen und städtebaulichen Entwicklung zu untersuchen sowie gleichzeitig eine Alternative südöstlich der Bahnlinie, also auf dem Gebiet der Gemeinde Eydelstedt, zu prüfen.
Die Samtgemeinde Barnstorf hatte im Laufe dieses Jahres weitere Gutachten für das Straßenbauamt anfertigen lassen und in einer gesonderten Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die geplante Trasse die städtebauliche Entwicklung im Bereich Walsen behindern würde. Ein Argument, dass offenbar bei der Entscheidungsfindung der Planfeststellungsbehörde berücksichtigt wurde.
„Wir haben jetzt Klarheit, dass die Trasse nicht gebaut werden kann. Ich wäre aber glücklicher gewesen, wenn das Verfahren nicht eingestellt worden, sondern weiter gegangen wäre, mit dem Ziel, eine andere Trasse zu bestimmen“, kommentierte der Barnstorfer Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers die Mitteilung aus Hannover. Er befürchtet, dass es bei der Planung einer neuen Trasse zu zeitlichen Verzögerungen kommen könnte.
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