Syke - Aktiv war sie immer. Ehrenamtliches Engagement zeigte sie von dem Zeitpunkt an, als Syke 1975 ihr Lebensmittelpunkt wurde – Traute Dittmann. Für viele längst eine bekannte Persönlichkeit und Vertraute im Stadtbild.

© Foto: Ilse-Marie Voges
Traute Dittmann. ·
Den Vorsitz des Literaturkreises hat sie abgegeben. Die Hände in den Schoß gelegt hat die Sykerin nicht. Das passt auch nicht zu ihr.
Seit 1982 gehört Traute Dittmann dem Kreisheimatbund an. Sie gründete den Ableger „Schrieverkring“, führte fast 30 Jahre lang den Vorsitz und sorgte so für die Veröffentlichung von Texten plattdeutscher Schreiber.
Im Auftrag des Kreisheimatbunds gab sie mit „Wenn de Pappelbööm singt“ (1998) und „Achter de Kulissen“ (2007) zwei Bücher heraus.
Der Gesprächskreis Literatur in Kooperative mit der Stadtbibliothek und dem Verein Kunst in der Provinz gründete sich auf der Idee, Bücher zu lesen und sich mit anderen über den Inhalt einmal im Monat auszutauschen.
„Wenn ich daran denke, welche bekannten Schriftsteller wir allein im Rahmen des Gesprächskreises und mit dem Verein Kunst in der Provinz nach Syke geholt haben, dann darf man sich schon über Erreichtes freuen“, sinniert sie.
Seit 1985 haben bekannte Autoren wie Gabriele Wohmann, Max von der Grün, Wolfgang Sieg, Arno Surminski, Wolf Dietrich Schnurre und Kristiane Allert-Wybranietz in der Stadtbibliothek gelesen.
Ihr Talent erkannt hat der Künstler und Schriftsteller Hans O.E. Gronau. Ihn hat sie vor über 30 Jahren über die plattdeutsche Sprache kennen gelernt. Gronau, der den Künstlerstammtisch gründete und kritisch ironisch den Syker Alltag begleitete, war immer auf der Suche nach Mitstreitern. Traute Dittmann wurde eine der Ideen gebenden Begleiterinnen der Künstlergruppe.
Gemeinsam haben sie die „Schlachteplatte“ herausgegeben, eine Schallplatte mit Texten von Gronau, Dittmann und Herbert Bodzin. Mit ihr haben sie Front gemacht gegen die Kreisreform, erinnert sich die ausgebildete Lehrerin. Allerdings ohne Erfolg.
Heute hat Traute Dittmann das Gefühl, nicht mehr überall dabei sein zu müssen. Aktiv will sie bleiben, weiter Gästeführerin in der Hachestadt sein, auch künftig dem Museum als Ideengeberin zur Verfügung stehen und sonntags gelegentlich im „Cafe Alte Posthalterei“ Gäste bedienen. Sie tut all dies ehrenamtlich, mit Spaß und Freude. Für Syke hat sie damit schon eine ganze Menge bewegt. · iv
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