Syke - Die Bahn will in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro in die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau von voraussichtlich 38 niedersächsischen Stationen investieren. Der Syker Bahnhof ist dabei. Der Umbau in der Hachestadt erfolgt 2013.

© Foto: Voges
Bekommt ein höhengleiches Gesicht: der Syker Bahnhof. ·
In Osnabrück gaben gestern Vertreter von Bahn und Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LVNG) den Startschuss für das Programm „Niedersachsen ist am Zug II“.
Die LVNG koordiniert das Finanzmanagement des Landes für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
LNVG-Pressesprecher Rainer Peters bestätigte gestern, dass auch der Syker Bahnhof in dem Modernisierungsprogramm der Bahn enthalten sei.
„Syke bekommt beispielsweise eine Aufhöhung des Bahnsteigs, damit die Fahrgäste, besonders Behinderte und Ältere, barrierefrei in die Züge gelangen können“, erklärt Peters.
Für den barrierefreien Bahnhof will die Bahn in der Hachestadt etwa 4,3 Millionen Euro investieren. Die Bauarbeiten dauern etwa ein Jahr.
Für die Erhöhung benutzt der Bauherr neue Bahnsteigkanten aus Betonfertigteilen auf einer Länge von 220 Metern. Das heißt: Der Hausbahnsteig am Bahnhofsgebäude wird in südlicher Richtung verlängert und der Mittelbahnsteig beidseitig verkürzt. Damit die Reisenden überhaupt zum Zug kommen, muss die Bahn Treppen und Rampen einbauen.
Geplant waren in den ersten Entwürfen auch zwei Aufzüge. Nach Darstellung von Rainer Peters wird es für Syke nun überhaupt keinen Aufzug mehr geben.
„Der mittlere Bahnsteig ist zu schmal“, sagt der Sprecher. Dieser Bahnsteig wird Richtung Bremen versetzt und ist künftig über eine etwa 90 Meter lange Rampe als Ersatz für den Treppenlauf erreichbar. Ein modernes Outfit erhalten die Unterstände. Die vorhandenen Wetterschutzhäuser am Mittelbahnsteig werden abgebrochen und durch eine neue Stahl-Glaskonstruktion ersetzt.
Eine Stahl-Glaskonstruktion ist auch vor dem Bahnhofsgebäude geplant. Die Bahn will den alten Dachvorbau entfernen. Er sei abgängig, heißt es. Die neue Wetterschutzzone ist ausgestattet mit Info-Vitrine und Fahrkartenautomat. Die Stadt kann bei alledem zuschauen. Sie muss auch keinen Cent dazu bezahlen. Vorausgesetzt, sie akzeptiert diese Standards der Bahn. Möchte sie mehr, muss sie zahlen. Etwa für einen Wetterunterstand aus Holz, wie bei dem bestehenden am Bahnhofsgebäude.
Auch eine neue Park & Ride-Anlage fiele in die Zuständigkeit der Stadt.
Die Feinabstimmungen mit der Bahn sind eine Angelegenheit für den neuen Stadtrat. Er muss entscheiden, was er für den Bahnhof möchte. · vog
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