Syke - Wie viel Geld investiere ich in meinen Maschinenpark? Und in die Fortbildung meiner Mitarbeiter? Zahle ich hohe Gehälter, um gutes Personal zu halten oder will ich mit Billiglöhnen ein konkurrenzfähiges Produkt erzeugen?

© Foto: Ehlers
Betriebsbesichtigungen gehören ebenfalls zum Programm der MIG-Spieler. Gestern war die Gruppe im Druck- und Verlagshaus der Kreiszeitung zu Gast und zeigte sich sehr interessiert am gesamten Produktionsprozess. ·
Solche Entscheidungen treffen zwei Dutzend Schüler der BBS Syke fortwährend: Beim Management-Information-Game (MIG), zu dem AOK und OLB jährlich federführend einladen.
Ziel dieser eine Woche dauernden Wirtschaftssimulation des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ist es, jungen Leuten grundsätzliche Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Abläufe zu vermitteln.
Aufgabe ist, die Leitung einer fiktiven mittelgroßen Aktiengesellschaft zu übernehmen, ein fiktives Produkt herzustellen (diesmal einen Fensterputz-Roboter) und es Gewinn bringend zu verkaufen. In drei Teams aufgeteilt, simulieren die Schüler dabei drei konkurrierende Firmen.
In jeder Spielrunde gilt es, Entscheidungen zu treffen, die sich unmittelbar auf das Geschäftsergebnis auswirken. Investieren die Unternehmen zu viel in die Produktion und zu wenig in den Vertrieb, haben sie vielleicht ein stark gefragtes Produkt, werden es aber nicht los, weil die Verkaufsstellen mit der Lieferung nicht nachkommen. Und so gilt es, jede Entscheidung abzuwägen und ihre Konsequenzen zu bedenken.
Teamwork ist dabei das A und O. Denn das Spiel ist sehr zeitintensiv, zumal auch Vorträge über Rechnungswesen, Steuern und Marketing sowie Betriebsbesichtigungen zum Tagesprogramm gehören.
Heute Abend geht es für die „Jungunternehmer“ um einen Sonderauftrag aus den USA. Dazu müssen alle drei Firmen ihr Produkt vor einer realen Jury aus geladenen Gästen präsentieren. Die Firma mit der besten Präsentation erhält den Auftrag – und das beeinflusst das Spielergebnis positiv.
Metzold: „Am Computer werden ja nur Zahlen verschoben. Hier müssen sie lernen, echte Menschen zu überzeugen.“ · mwa
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