Syke - Eine Lücke im Haushaltsjahr 2010 in Höhe von 7000 Euro und Jazz Folk & Bike auf der Kippe, weil zwei Sponsoren für 2011 abgesprungen sind – JFK, geschätzte Musikinitiative und eine von Sykes privaten Vorzeigeeinrichtungen in Sachen Qualität, muss zurzeit die bittere Erkenntnis verarbeiten, dass Kultur zwar gesellschaftlich gewollt ist, aber stets mit einem Bein im Defizitären steht.

Rainer Köster. ·
Müssen sich die JFK-Fans Sorgen machen? „Nein“, sagt Vereinschef Rainer Köster und spricht von Rücklagen. Der JFK-Vorsitzende verhehlt aber die Probleme nicht und nennt drei Gründe für das Defizit: weniger Sponsorengelder, gestiegene Werbekosten und eine deutlich teurere Technik.
„Wir müssen für jedes Konzert einen Techniker mieten, und der ist seit 2010 mehrwertsteuerpflichtig“, sagt Köster und spricht von einer „schönen Summe“, die insgesamt für alle Ausgabenposten jährlich zusammenkomme.
Der Verein hat deshalb bereits reagiert und einen ersten Schritt zur Konsolidierung getan: JFK hat eine Obergrenze für seine Werbekostenausgaben festgelegt und sich auf eine deutliche Reduzierung des Etats verständigt.
Von dramatischer Atmosphäre ist man ohnehin in der Vorstandsetage von JFK weit entfernt. Der Verein hat zuverlässige Partner um sich geschart, angefangen von der Stadt bis zu den Mitgliedern, der Kreissparkasse und den Sponsoren. Letztere sind aber zu einem Gesprächsthema geworden. Besonders seit OLB und E.ON als bisherige Unterstützer des erfolgreichen Festivals Jazz Folk & Bike abgesprungen sind. Die OLB für länger, E.ON für die Veranstaltung in diesem Jahr. Das Engagement in der Zukunft ist noch offen.
„Im September entscheiden wir, wie es bei uns weitergeht und welche Wege wir im Sponsoring beschreiten werden“, erklärt Köster, der eine offensive Suche nach Sponsoren ankündigt, aber durchaus um die Schwierigkeit weiß. Syke sei nicht Bremen und die Sponsorengruppe deshalb überschaubar.
„Wir müssen verantwortungsbewusst wirtschaften“, betont der JFK-Chef, der sich in einer Sache mit seinen Vorstandskollegen einig ist: An der Gage für die Gruppen, und damit am Niveau der Konzerte, will der Verein nicht knapsen. „Wir wollen die Qualität halten. Es war immer ein Markenzeichen von uns, gute Kost zu bieten. Daran wird sich nichts ändern“, so Köster zuversichtlich. · vog
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