Syke - Sie wollten darstellen, wie vielfältig und qualitativ gut die Kunstszene im Landkreis ist. Zur Halbzeit der Straße der Kunst zogen die Macher eine erste Bilanz – eine positive mit zufriedenen Künstlern und Besuchern.

Nicole Griese, Ralf Vogeding (r.) und Rainer Ehlers. ·
Zufrieden zeigten sich gestern deshalb auch zum Bergfest Nicole Giese (Kuratorin des Syker Vorwerks), Rainer Ehlers (Geschäftsführer des Landschaftsverbands Weser-Hunte) und Dr. Ralf Vogeding (Leiter des Syker Kreismuseums).
Im Mai hatte es etwa 130 Veranstaltungen mit Besucherzahlen zwischen 30 bis 400 gegeben. Weitere 100 Veranstaltungen stehen im Juni an. Das große Finale der Straße der Kunst ist am 25. und 26. Juni mit dem Straßentheaterfestival in Bassum. Auch in anderen Kommunen sind an diesem Wochenende Aktivitäten geplant.
Besonders gefreut haben sich die Initiatoren über das kreative Engagement der Künstler und Kommunen. Veranstaltungen seien mit Musik und Performance gestaltet worden. Das habe es bei der ersten Straße der Kunst 2003 nicht gegeben, so Ehlers.
„Alle haben sich vorab unglaublich viele Gedanken über die Realisation gemacht“, erklärte Vogeding und nannte beispielhaft Weyhe mit einer eigenen Karte für die Aktion „Mit dem Fahrrad auf der Straße der Kunst“. Für Giese, Ehlers und Vogeding steht fest, dass die Kunstszene diesmal sehr an Profil gewonnen habe.
Auch im Juni hält die Straße der Kunst noch einiges an Attraktivem bereit. Unter anderem Kunst auf der Schiene in Bruchhausen-Vilsen, ein Symposion am Heiligenberg, eine Tunnelmalaktion in Barrien, ein Holzbildhauersymposion im Syker Vorwerk, ein Maskentheater im Syker Museum und das Straßentheater in Bassum.
Der Fotograf Hans-Jürgen Dehn dokumentiert das gesamte Geschehen. Ziel ist 2012 eine Fotosammlung der Straße der Kunst in Form eines Buches.
„Wir haben das Gefühl, dass wir unser gestecktes Ziel schon ganz gut hinbekommen haben“, meinte Vogeding. Erfreut zeigt sich das Trio auch über die bisherige Resonanz außerhalb des Landkreises. Da gebe es viele Rückmeldungen.
Diese gewaltige Kunstwelle zwischen Diepholz und Stuhr hat aber Kraft gekostet. Man will zwar Beständigkeit hineinbringen, aber alle vier Jahre könne man das nicht leisten. „Ehlers: „Wir sprechen über eine Fortsetzung.“ Die dritte Straße der Kunst werde es geben, sagt auch Vogeding. Aber anders, weiter entwickelt. · vog
http://www.strasse-der-kunst.de
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