115.11.09|SykeFacebook
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Syke - SYKE (ldu) · Tief versunken lauschen die Schüler der Klasse 2a der Stimme von Lesepatin Elke Heins. Sie liest aus Christine Nöstlingers Buch „Opageschichten vom Franz“ an der Grundschule am Lindhof. Zum gestrigen bundesweiten Vorlesetag hatte der Förderverein der Stadtbibliothek Lesepaten beauftragt, an Grundschulen, Kindergärten und Seniorenheimen vorzulesen.

Bücher öffnen das Tor zum Reich der Fantasie: Elke Heins in der 2a der Grundschule am Lindhof.
Initiatoren der bundesweiten Aktion sind die Stiftung Lesen und die Wochenzeitung DIE ZEIT. Hauptpartner ist die Deutsche Bahn AG. In Syke nahmen teil: Die Kindergärten in Gessel, Barrien, Syke und Osterholz, außerdem die Grundschule Am Lindhof, sowie die DRK-
Bereits seit drei Jahren sind Lesepaten des Fördervereins an den Grundschulen tätig. Sie üben in Einzelbetreuung mit den Kindern das Lesen. Jetzt soll das Angebot dauerhaft auf Kindergärten und Seniorenheime ausgeweitet werden.
Der gestrige Lesetag bot einen ersten Vorgeschmack darauf.
Ziel des Aktionstags: Bei Kindern das Interesse fürs Lesen wecken. Nicht allen würde die Neugier auf Geschichten und Bücher schon im Elternhaus vermittelt. „Es gibt Kinder, die kennen keine Gute-
Für den Förderverein ist der Vorlesetag auch eine gute Gelegenheit, auf die Angebote der Stadtbibliothek hinzuweisen – denn manche Kinder wüssten gar nicht, dass sie gegen Unterschrift ihrer Eltern einen Bibliotheksausweis erhalten, mit dem sie kostenlos Bücher leihen können. „Als ich in die Runde fragte, wo die Schüler Bücher herbekommen, riefen sie gleich ‚Schüttert‘ oder ‚Budelmann‘. Die Bibliothek war nicht sofort präsent“, erzählt Elke Heins. Sie kannte zwar schon eine oder zwei der Schüler über ihre Lesepatentätigkeit. Überraschend fand sie, dass die etwa zwölf Schüler die ganze Lesestunde über konzentriert bei der Sache waren. „Sie sollen wiederkommen“, hätten die Kinder hinterher gesagt.
Auch Koordinatorin Petra Seibl war von der guten Resonanz überrascht. Erst vergangene Woche hatten sich noch zehn neue Lesepaten bereit erklärt, am Vorlesetag teil zunehmen. „Und der größte Teil der Lesepaten ist überzeugt, dass sie auch weitermachen wollen“, sagt Seibl.
Petra Seibl übernimmt künftig auch die Koordination der Lesepaten in Altenheimen und Kindergärten. Bedarf an Vorlesern gebe es eben nicht nur bei den Kleinsten, sondern auch bei alten Menschen, die schlecht sehen oder bettlägerig sind und daher nicht mehr selbst zu Zeitung oder Buch greifen.
Gegenüber Grundschulen soll die Förderung jedoch geringfügig anders organisiert werden: Die „Paten“ sollen eher vor Gruppen und nicht in Einzelbetreuung lesen. „Wie groß diese Gruppen sein werden, müssen die Leiter jeweils entscheiden“, sagt Seibl, die sich als nächstes bei den Kindergärten persönlich vorstellen will.
Sowohl für Kindergärten als auch Seniorenheime werden weitere Vorleser benötigt, gerne auch Jugendliche. „Ziel ist es, jeweils mindestens einen Lesepaten pro Kindergarten beziehungsweise Seniorenheim einzusetzen“, sagt Seibl. Anmeldungen bei Petra Seibl unter 04242/84250.
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