Syke - Auf den Tag genau vor 20 Jahren endete das Syker Bildhauersymposion „Formen für Europa – Formen aus Stein“ (wir berichteten) auf der Wiese vor dem Gymnasium. Die heißt seitdem auch nüchtern Stein-Wiese.

© Foto: Voges
Nicole Giese (links), Katrin Wilken (Mitte) und Ilse Hische hinter der Skulptur „Guten Tag Syke“ von Jiri Seifert. ·
Sprachlich geeigneter wäre Marmor-Wiese, stehen auf ihr doch sechs Skulpturen aus Marmor, gefertigt von den international renommierten Bildhauern Miguel Ausili (Argentinien), Ioanna Filippidu (Griechenland), Jiri Seifert (Tschechoslowakei), Janez Lenassi (Slowenien), Werner Stötzer (Deutschland) und Louis Niebuhr (Deutschland).
Ein künstlerischer Schatz, dessen Umfeld nicht immer glänzte. So auch zurzeit, wo in der Wiese Wärmeleitungen verlegt wurden und in der Nähe ein Blockheizkraftwerk gebaut wird.
„Schön sieht das hier nicht aus“, meinte gestern anlässlich des Jahrestags Bürgermeister Harald Behrens im Beisein von Katrin Wilken (Leiterin Stadt & Kultur), Ilse Hische (Stadt & Kultur und Nicole Giese (Kuratorin Vorwerk).
Niebuhr, Syker Bildhauer und künstlerischer Vater des Symposions, hat bislang alle Veränderungen auf der Stein-Wiese mit dem Hinweis auf die künstlerische Einheit und das Gesamtkunstwerk abgelehnt.
Einig ist man sich im Rathaus und im Vorwerk über die Qualität der Skulpturen. Das Symposion habe „etwas Tolles“ hervorgebracht, so Nicole Giese. Die Stadt bewerbe das ja auch auf ihrer Homepage, erklärt Katrin Wilken, sieht durchaus aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Nicole Giese schlägt vor, dass die Stadt auch die Gästeführungen in das Werbe-Programm für die Stein-Wiese mit aufnimmt, damit die Skulpturen auch auf diese Weise mehr Beachtung erführen.
Die Arbeit der Künstler habe vor 20 Jahren sehr viel Zuspruch bei den Bürgern gefunden. Danach sei alles aber schnell in Vergessenheit geraten, stellt die Kuratorin des Vorwerks bedauernd fest.
Der großformatige Katalog über das Symposion ist übrigens im Rathaus und im Vorwerk erhältlich.
Der Bürgermeister hofft, dass die Stadt generell vom 20. Geburtstag des Symposions profitiert und animiert wird, Kunst in der Stadt zu fördern.
Etwa den Europagarten, in dem sich Künstler nicht figurativ, sondern themenmäßig dem Gedanken Europa nähern.
Behrens denkt dabei an den neuen Stadtrat, der Projekte wie den Europagarten weitertragen sollte. · vog
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