427.07.10|Syke|1 Kommentar
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Syke (ike) · Ein Bild des Grauens bot sich den Besuchern der Loveparade in Duisburg am Sonnabend. 20 Menschen starben bei einer Massenpanik, mehr als 500 wurden dabei verletzt.

P atrick Rohlfs (l.), Alexandra Wolters und Michael Poggenburg im Bus auf dem Weg nach Duisburg.
Unter den mehreren hunderttausend Besuchern waren auch Patrick Rohlfs aus Syke, Alexandra Wolters aus Emtinghausen und Michael Poggenburg aus Bramstedt. Die drei Freunde waren mit einer Reisegruppe in die Ruhrstadt gekommen. Für unsere Zeitung schildern sie ihre Erlebnisse.
Dass die Planung „total chaotisch“ gewesen sei, habe er schon beim Betreten des Festivalgeländes gemerkt, sagte Michael Poggenburg (20). Etwa zwei Stunden hätten die drei gebraucht, um eine Strecke von etwa einem Kilometer zurückzulegen, erzählte der 19-
Erst auf dem rückwärtigen Teil des Geländes habe es genügend Platz gegeben. Dort hielt sich die Gruppe dann auch den Nachmittag über auf – und bekam von den schrecklichen Ereignissen am Eingang wenig mit. „Ich wäre wahrscheinlich einfach wieder in den Bus gestiegen und nach Hause gefahren, wenn mich nicht meine Familie und Freunde angerufen hätten, um zu erfahren, wie es mir geht“, sagte Michael Poggenburg. „Ich bin aus allen Wolken gefallen.“ So aber musste er zahllose besorgte Fragen beantworten – und gab die Informationen „von draußen“ an andere weiter, die er und seine Freunde in Duisburg kennengelernt hatten.
Was genau am Eingang geschehen war, das habe sich auf dem Festivalgelände nämlich nur sehr langsam verbreitet. Deshalb sei auch die Stimmung noch lange Zeit sehr gut gewesen. „Es klingt erschreckend, aber es war eine gute Party.“
Die drei Freunde entschlossen sich schließlich auch, noch weiterhin auf dem Gelände zu bleiben. „Wir konnten sonst nicht viel tun, der Bus sollte ja erst um halb eins fahren“, erzählte Patrick Rohlfs. Etwa gegen 18 oder 19 Uhr hätten die Veranstalter wohl versucht, die Loveparade zu beenden. „Sie haben die Musiklautstärke gedrosselt und viele der Trucks haben das Gelände schon verlassen.“
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27.07.10 meint Markussyke (anonym)
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