Syke - SYKE (vog) · In dem ehemaligen Gemüsegarten des Vorwerks, dem Ex-Domizil der Syker Amtmänner, ist Kunst eingezogen. Passend zur neuen Ausrichtung als Zentrum zeitgenössischer Kunst, zieren seit gestern fünf Objekte aus Terrakotta das Rondell im Park. „Bienenbeet“ hat die Künstlerin Heike Michaela Walter ihre Arbeit genannt und eine Brücke geschlagen zwischen Kunst und Natur.

Heike Michaela Walter neben einer Bienenskulptur.
Der Name Walter setzt durchaus Assoziationen zur Kunst frei. Kaum verwunderlich, bei Heike Michaela Walter handelt es sich um die Tochter des Malers Hans-Albert Walter, der mehr als 20 Jahre in Diepholz lebte und über die Grenzen des Landkreises hinaus Anerkennung fand.
Anders als ihr Vater bevorzugt die Tochter jedoch die Bildhauerei. Sie studierte Objekt- und Keramikdesign, hat seit über 20 Jahren zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland gehabt. Mit einem künstlerischen Ansatz, der stets auch immer die Natur mit einbezog.
Das „Bienenbeet“ stellt eine Symbiose dar zwischen Natur und Kunst, ausgehend vom Naturstoff Ton.
Die fünf bis zu 140 Zentimeter hohen Terrakotta-Skulpturen sind zweiteilige konisch zulaufende Hohlkörper. Mit den Einzeltiteln „Bienenhochburg“, „Bienenhotel“, „Bienenkorb“, „Bienenpalast“ und „Bienenstock“ vermitteln sie das süße Gefühl exotischer Geschichten. Die Objekte ähneln geflochtenen Körben mit der Wabe als Grundform. Womit sich für Nicole Giese der Kreis zur Natur wieder schließt, sei doch die Wabe die Keimzelle des Lebens. Die Wabe als Form bildet auch das inhaltliche Konzept des „Bienenbeets“. Die einzelnen Elemente markieren dabei die Eckpunkte der Gartenanlage.
Bislang nur Kunst, soll sich die Natur später über Wildblumen einmischen und auch die realen Bienen anlocken. Zur Einweihung symbolisierten gestern ein lockerer Teppich aus Rosenblättern dieses Vorhaben.
Dr. Ralf Vogeding, künstlerischer Leiter des Syker Vorwerks und Direktor des Kreismuseums Syke, äußerte sich stolz über den werdenden Skulpturengarten im Vorwerk. Und auch darüber, dass es gerade Heike Michaela Walter sei, die mit dazu beitrage. Von ihr habe das Kreismuseum bereits drei Objekte, erklärte der Leiter des Vorwerks.
Gespräche zwischen der Künstlerin und dem Museumsleiter über das „Bienen“-Projekt gibt es seit Ende der 90er Jahre. Im ersten Entwurf war die Installation noch als „Bienenhügel“ geplant gewesen. Der Hügel habe allerdings Probleme bereitet und sei abhanden gekommen, so Vogeding launig. Ein inhaltlicher wie praktischer Verlust. Das „Bienenbeet“ erstreckt sich nun ebenerdig im Park des Vorwerks. Für Vogeding der richtige Platz, verbunden mit der Hoffnung, dass die Besucher ihn erobern.
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