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Klinik Sulingen als „Traumazentrum“ für Aufnahme Schwerstverletzter gerüstet

Versorgung optimieren

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Sulingen - Die in der Klinik Sulingen des St. Ansgar-Klinikverbundes umgesetzten Umstrukturierungen greifen. Geschäftsführer Thomas Pilz stellte jetzt Bürgermeister Harald Knoop Fallzahlen vor. Die sind laut Pilz von 4 569 im Jahr 2008 auf 5 569 im Jahr 2011 gestiegen. „Die Schwerpunkt- und Zentrumsbildung trägt Früchte“, sagt Pilz. Wohl nicht nur in punkto Fallzahlen, sondern auch in der Qualität der medizinischen Versorgung. Jüngstes Beispiel: Die Zertifizierung der Klinik Sulingen als „Regionales Traumazentrum“.

Leitender ArZt Dr. Ortwin Schneider (Wirbelsäulenchirurgie) und Chefarzt Dr. Rainer Denstorf-Mohr (Unfallchirurgie und Orthopädie) im Schockraum der Klinik Sulingen des Klinikverbundes St. Ansgar, der nach neuesten Erkenntnissen eingerichtet worden ist.

© ksy

Leitender ArZt Dr. Ortwin Schneider (Wirbelsäulenchirurgie) und Chefarzt Dr. Rainer Denstorf-Mohr (Unfallchirurgie und Orthopädie) im Schockraum der Klinik Sulingen des Klinikverbundes St. Ansgar, der nach neuesten Erkenntnissen eingerichtet worden ist.

Die Klinik Sulingen ist eine von neun in Niedersachsen, die sich zum „Traumanetzwerk Hannover“ zusammengeschlossen haben. Dr. Rainer Denstorf-Mohr, Chefarzt der Unfallchirurgie: „Die Zertifizierung hat eine Menge Arbeit mit sich gebracht. Von den Ergebnissen sollen jetzt die Patienten profitieren.“ Mitarbeiter der „DIOcert GmbH“, einem unabhängigen Institut mit Sitz in Mainz, hatten die beteiligten Kliniken im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie geprüft. Das Ziel der Zertifizierung? „Eine Optimierung der Versorgung schwerstverletzter Personen“, sagt Denstorf-Mohr.

Das „Traumanetzwerk Hannover“ ist das erste dieser Art in Niedersachsen. Die Klinik Sulingen findet sich im Netzwerk in guter Gesellschaft: Partner sind die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt und das Frederikenstift in der Landeshauptstadt, das Klinikum Agnes Karll Laatzen, das Klinikum Neustadt am Rübenberge, das St. Bernward Krankenhaus Hildesheim, das Klinikum Hildesheim sowie das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont. Das Ziel: Die Verknüpfung der unterschiedlichen Versorgungsstufen der unfallchirurgischen Kliniken in einem Netzwerk.

Die Initialzündung für die Gründung des Netzwerkes hatte laut Rainer Denstorf-Mohr ein Fall in Frankfurt gegeben. Damals sei ein Mann nach einem schweren Unfall von zehn Kliniken abgelehnt worden und musste schließlich 250 Kilometer weit transportiert werden. Ziel des Netzwerkes sei, dass jeder Schwerstverletzte innerhalb von 20 bis 30 Minuten in einem zertifizierten Traumazentrum versorgt werden kann. „Damit einher geht die Verpflichtung aller Kliniken, alles Erdenkliche dafür zu tun, jeden schwer Verletzten aufzunehmen.“ Neben Grundvoraussetzungen der Infrastruktur wie Hubschrauberlandeplatz und für die Erstversorgung von Schwerstverletzten erforderlichen Apparaturen im Schockraum, verpflichtet sich der Kliniklverbund St. Ansgar in der Klinik Sulingen auch personelle Kompetenzen zur Verfügung zu stellen. „Als ‚Regionales Traumazentrum‘ speziell in den Bereichen der Unfall- und Neurochirurgie“, sagt Denstorf-Mohr. „Rund um die Uhr.“

Dr. Steffen Ruchholtz von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie: „Erste Untersuchungen zeigen bereits heute einen deutlichen Anstieg in der Qualität der Behandlung schwerstverletzter Patienten.“ · oti

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