020.11.09|SulingenFacebook
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Sulingen - (oti) · Die Tinte ist noch nicht ganz trocken, die Vereinbarung aber bereits rechtswirksam: Ab Januar bietet die Stadt Sulingen standesamtliche Trauungen in der Mühle Labbus an. Vertragspartner der Stadt Sulingen ist der Verein zur Förderung und Erhaltung der Windmühle Labbus.

Friedhelm Meyer vom Verein zur Förderung und Erhaltung der Windmühle Labbus (l.) mit den Standesbeamten Marion Quante und Michael Kirsch.
Dessen Vorsitzender Friedhelm Meyer und die beiden Standesbeamten der Stadt Sulingen, Marion Quante und Michael Kirsch, unterzeichneten am Mittwochabend im Rathaus der Stadt Sulingen den Kontrakt, der die Zuständigkeiten zwischen den Vertragspartnern regelt. Meyer will heute während der Jahreshauptversammlung des Vereins die Mitglieder informieren – und um Mitarbeiter für einen Ausschuss werben, der zukünftig die Trauungen organisatorisch begleiten soll.
Vereinbart ist demnach, die Trauungen auf der Ebene der Galerie des so genannten „Galerieholländers“ anzubieten. „Im Innern der Mühle“, sagt Marion Quante, „um Unabhängigkeit vom Wetter zu gewährleisten.“ „Und, um die die Paare vor den Blicken von Zaungästen zu schützen“, ergänzt Michael Kirsch.
Die Standesbeamten legen Wert darauf, dass trotz der doch eher rustikalen Umgebung die Trauungen selbst in einem ihrer Bedeutung angemessenen Rahmen stattfinden. „Das ist auch uns wichtig“, erklärt Friedhelm Meyer.
Derzeit seien Mitglieder des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Windmühle Labbus dabei, die dritte Ebene des Galerieholländers für den Einsatz als „Trauzimmer“ vorzubereiten. „Der Charme der Mühle bleibt dabei natürlich erhalten.“
Laut Nutzungsvereinbarung liegt die Hoheit für die Koordination der Termine ausschließlich bei den Standesbeamten der Stadt Sulingen. Marion Quante: „Zurzeit sprechen wir von 50 bis 60 Trauungen von Paaren beziehungsweise Begründungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften im Jahr.“ Friedhelm Meyer hofft auf 20 bis 30 Paare per anno, die den „Bund fürs Leben“ in Labbus schließen.
Die Mitarbeiter des noch zu bildenden Ausschusses werden sich laut Friedhelm Meyer gewissenhaft um die Vorbereitung eines jeden einzelnen „Termins“ bemühen. „Wünsche der Paare werden dabei natürlich nach besten Kräften berücksichtigt.“
Auf die Idee der Trauungen in der Mühle Labbus waren die Standesbeamten aufgrund der „steigenden Nachfrage nach besonderen Trauungen gekommen“, sagt Marion Quante. „Auf einer Radtour war Michael Kirsch und mir die Mühle ins Auge gefallen.“ Beim Vorstand des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Windmühle Labbus fiel die Idee auf fruchtbaren Boden. Vorsitzender Meyer: „Für uns ist das eine gute Möglichkeit, unsere Bemühungen um den Erhalt des historischen Wahrzeichens der Stadt ein Stück mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.“
Dass die Nachfrage nach Trauungen in Labbus vorhanden ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Marion Quante: „Wir haben erst einem angehenden Brautpaar von der Möglichkeit erzählt – und das hat sich gleich entschlossen, sich in Labbus trauen zu lassen.“ Termin ist am 12. Februar...
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