009.09.10|Sulingen|Sulingen|
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Sulingen - (oti) · Wenn Karsten Bonke auf die vergangenen zwei Jahrzehnte in Diensten der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz zurückblickt, dann spricht er von Entwicklungen. Seit 25 Jahren ist er für „Lebenshilfe“ tätig, seit nunmehr 21 Jahren als Leiter der Tagesbildungstätten an den Standorten Sulingen und Diepholz, die kontinuierlich den Bedürfnissen angepasst und damit nicht zuletzt auch erweitert worden sind.

Jubiläum in der Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz: Bildungsstättenleiter Karsten Bonke mit Vorsitzender Hannelore Krause und Geschäftsführer Michael Lensing.
Hannelore Krause, Vorsitzende des Vereins „Lebenshilfe“, und Geschäftsführer Michael Lensing wissen die Leistungen Bonkes zu schätzen. Lensing gestern im Zuge einer kleinen Feierstunde: „Vor allem sein pädagogisches Wissen werden wir uns in Zukunft noch mehr zunutze machen.“ Hannelore Krause: „Karsten Bonke versteht es in seinem Wirken, den Blick auf die Gesamtpersönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu richten.“
Vorläufer der Tagesbildungsstätten der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in heutiger Form war die 1971 gegründete Tagesförderstätte am Standort Sulingen. Mitte bis Ende der 70-er Jahre erfolgte die Anerkennung als „Alternatives Beschulungsangebot für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung“. Aus der Tagesförderstätte wurde eine Tagesbildungsstätte. Vor etwa zehn Jahren wurde das Angebot in Sulingen um die Dependance in Diepholz erweitert, vor drei Jahren nahm die Bildungsstätte zusätzliche Räume in Rehden in Beschlag.
Als Karsten Bonke vor 25 Jahren von einer Syker Grundschule nach Sulingen wechselte, war der Lohner zunächst als „Lehrer für Kulturtechnik“ tätig. „Lesen, Schreiben, Rechnen“, erklärt der 51-Jährige. Die Ausbildung im Bereich Sonderschulpädagogik erfolgte berufsbegleitend. Vor 21 Jahren übernahm er dann die Leitung der Tagesbildungsstätte.
Blickt Karsten Bonke auf seine Zugehörigkeit zur Lebenshilfe Grafschaft Diep-holz zurück, dann nennt er Zahlen. 1985 wurden am Standort Sulingen 39 Schülerinnen und Schüler in sechs Klassen unterrichtet. Betreut wurden die Klassen von jeweils anderthalb Lehrkräften. „Heute sind es an den Standorten Sulingen und Diepholz insgesamt 107 in 14 Klassen mit jeweils zwei Vollzeitlehrkräften.“ Die Mitarbeiter, die im Bereich der „Pädagogischen Begleitung“ mitwirken, nicht mit gerechnet – Physiotherapeuten, Mitarbeiter für den Bereich der Logopädie und der Musikpädagogik.
Als einen der Meilensteine seiner Tätigkeit bezeichnet der Lohner die Einrichtung der Förderklassen. Unterrichtet werden hier Schülerinnen und Schüler, für die zu Beginn der Schulpflicht aufgrund einer Behinderung keine Erfolg versprechenden Prognosen bei Besuch einer Regel-Grundschule gestellt wurden. Karsten Bonke: „Von den insgesamt 30 Mädchen und Jungen, die in den vergangenen fünf Jahren in den Förderklassen unterrichtet wurden, besuchen inzwischen 28 eine Regel-Grundschule oder eine reguläre Förderschule.“ Als in der „Entwicklung positiv“ bezeichnet der Leiter der Tagesbildungsstätte auch das Qualifizierungsprojekt in Rehden. Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren werden hier auf den so genannten ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Nicht ohne Stolz spricht der Bildungsstättenleiter auch von den Kooperationen, die man inzwischen mit der Lindenschule, dem NABU oder auch der Grundschule Groß Lessen eingegangen sei. Hannelore Krause: „Wir öffnen uns immer mehr nach außen.“ Laut Michael Lensing finde das Wort Karsten Bonkes nicht nur in den Mitarbeiterreihen Anerkennung. „Auch beim Landkreis hat es Gewicht. Karsten Bonke hat es geschafft, die Freiräume, die sich der Bildungsstätte bieten, mit Weitsicht zu gestalten.“
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