Sulingen - MAASEN · Protokollführer Heiner Borchers hielt Freitagabend, 20.42 Uhr, als historischen Moment fest – eine Stunde nach Beginn der Gründungsversammlung eines Fördervereins für die Ortsfeuerwehr Maasen waren alle Formalitäten erfüllt: Die ersten 24 Mitglieder hatten ihre Eintrittserklärung abgegeben, die Satzung verabschiedet und einen Vorstand gewählt.

© Foto: Kurth-Schumacher
Das Vorstandsteam des neuen Fördervereins: Beisitzer Maik Lüdeke, stellvertretender Vorsitzender Helmut Bomhoff, Schriftführerin Susanne Rust, Kassenführerin Iris Höpke, Vorsitzender Heinfried Sudhop und Beisitzer Thomas Langhorst (v.l.). ·
Verschiedene Gründe hatten Mitglieder der Feuerwehr um Ortsbrandmeister Thomas Langhorst bewogen, die Gründung eines Fördervereins voranzutreiben. Nicht zuletzt gab das letzte Erntefest, das die Feuerwehr in Eigenregie durchführte, den Anstoß. Langhorst: „Wir hantieren mit großen Summen, die wir nicht über die Kameradschaftskasse laufen lassen können.“ Die Initiatoren möchten außerdem die von der Feuerwehr wahrgenommenen Gemeinschaftsaufgaben auf eine breitere Basis stellen. Erntefest, Osterfeuer oder Gemeindewettbewerbe sollen in Zukunft von dem neu gegründeten Verein ausgerichtet werden.
24 der 32 Anwesenden traten dem Verein spontan bei und beschlossen einstimmig, den Mitgliedsbeitrag auf „mindestens 25 Euro jährlich“ festzusetzen. Laut Satzung trägt der Verein den Namen „Förderverein Freiwillige Feuerwehr – Ortsfeuerwehr Maasen“ und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Spenden an den Verein sind damit steuerlich abzugsfähig. Als Vereinsziele wurden unter anderem die Förderung des Brand- und Katastrophenschutzes, die Förderung der Jugendfeuerwehr und der Erhalt der Ortsfeuerwehr Maasen festgeschrieben.
Mitgliedsbeiträge, Spenden und der Erlös der Feuerwehrfeste sollen in die Arbeit der Feuerwehr investiert werden, erklärte Thomas Langhorst. Man werde sich das eine oder andere Extra leisten können – ohne die Kommune aus ihrer Pflicht zu entlassen.
Unklar war der Status der bisherigen Fördermitglieder. Angedacht ist, dass ihre Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit ihrem Eintritt in den Förderverein endet. Konsens ist: „Keiner bezahlt doppelt“. Auf Beschluss der Anwesenden soll der Vorstand die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragen und die nächste Jahressitzung mit der Mitgliederversammlung der Feuerwehr terminlich koordinieren.
Vorsitzender Heinfried Sudhop unterstrich, dass der Förderverein eine „Institution im Hintergrund“ zur Unterstützung der Feuerwehr sein wird. Man stelle die Arbeit im Umfeld der Feuerwehr rechtlich auf eine andere Basis, darüber hinaus werde sich wenig ändern. · mks
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