Sulingen - Dirk Fullriede, Leiter der DRK-Rettungswache in Sulingen, hat solche Fälle bereits selbst erlebt: „Wir werden zu einem Einsatz gerufen, treffen dann auf einen Mitmenschen, der schon seit Tagen hilflos irgendwo in seiner Wohnung liegt.“ In der Region Sulingen unmöglich? „Mitnichten“, sagt Fullriede. „Ein Hausnotrufsystem hätte da schon weitergeholfen.“

© Foto: Schlotmann
Dieter Schönborn (l.) vom DRK-Kreisverband und Dirk Fullriede von der DRK-Rettungswache stellen den DRK-Hausnotruf vor.
Gerade zwei Jahre seien die Erlebnisse seiner Schilderungen jetzt alt: „Die Frau hatte einen Schlaganfall. Das war mitten in Sulingen.“ Die Nachbarn hätten die Frau erst vermisst, nachdem der Briefkasten aufgrund von Post, Wurfsendungen und Zeitungen aus den sprichwörtlichen Nähten platzte. „Sie lag in ihren Exkrementen, konnte sich nicht bewegen.“ Fullriede: „In Zeiten, in denen die Bevölkerung immer älter wird und unsere älteren Mitbürger so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben wollen und sollen, werden Hausnotrufsysteme, wie sie zum Teil die Sozialstationen und Organisationen wie DRK oder auch Johanniter anbieten, immer wichtiger.“
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