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Davor gehen Trecker in die Knie...

Heinrich Hackmann baut einen Bremswagen für das zweite „Gardenpulling“ des MC „Samhain“

Davor gehen Trecker in die Knie...

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Schwaförden - (ab) · Das „Gardenpulling“ – grob vereinfacht: ein Kräftemessen der Rasentraktoren – feierte im vergangenen Jahr bei der großen Mofa-Rallye des Motorrad Clubs „Samhain“ in Vorwohlde Premiere. Dabei gilt es, einen Bremswagen, der dem Traktor stetig stärker werdenden Widerstand entgegensetzt, so weit wie möglich zu ziehen. Dieses Vehikel hatte Heinrich Hackmann aus Schwaförden gebaut. Es funktionierte auch prima. Doch der passionierte Schrauber hat Blut geleckt – in seiner Werkstatt entsteht für die Neuauflage am 29. Mai eine Deluxe-Variante, die auch stärkste Gegner letztlich in die Knie zwingen soll.

Heinrich und Henning Hackmann hängen eines der Betongewichte in den Bremswagen.

Heinrich und Henning Hackmann hängen eines der Betongewichte in den Bremswagen.

Zum Beispiel den „Red Pull“-Traktor, den Hackmanns Sohn Henning gleich daneben baut. „Ich denke, der wird etwa 60 PS haben – ein Kumpel hat seinem Traktor eine 100-PS-Maschine eingebaut.“ Henning Hackmann hatte die Idee für das Event, „eine abgespeckte Variante des Tractor-Pulling aus den USA. Dafür gibt es auch in Deutschland ein Reglement, aber das ist für den normalen Hobbymechaniker nicht zu erfüllen.“ Die Variante des MC „Samhain“: Inklusive Fahrer darf der Rasentraktor maximal 500 Kilogramm schwer sein, muss noch die Originalmaße haben, die Leistung ist auf 140 PS begrenzt. „Bei den stark ‚aufgemotzten‘ Traktoren – die haben eigentlich nur noch wenig mit dem Originalfahrzeug zu tun – muss es eine Wheelie-Bar geben, die einen Rückwärtsüberschlag verhindert, und ein verstärktes Bremssystem.“ Aber: Grundsätzlich kann jeder mit seinem Rasentraktor so, wie er das Werk verlassen hat, am „Gardenpulling“ teilnehmen. Interessierte können sich noch bei Henning Hackmann (Tel. 01 72 / 6 78 82 72) anmelden – „ich gebe auch gerne Tipps, wenn jemand seinen Traktor frisieren will.“ Er schätzt, dass er in seinen „Red Pull“ bis jetzt zwischen 150 und 200 Arbeitsstunden investiert hat.

Soviel Zeitaufwand dürfte auch im Bremswagen stecken, meint Heinrich Hackmann. Die Konstruktion musste er selbst ausknobeln, „für so etwas gibt es keine Pläne.“ Seine Ehefrau Tina lacht: „Manchmal merke ich nachts, wie er unruhig wird, weil er eine neue Idee hat.“ Was da in der Werkstatt steht, macht einen ausgesprochen professionellen Eindruck: Im Gegensatz zu seinem Vorläufer hat der Bremswagen jetzt einen eigenen Motorantrieb, Sitz und eine Art „Steuerknüppel“: „Ich finde es cool, wenn man beim Pull drauf sitzen und mitfahren kann“, schmunzelt Heinrich Hackmann. „Und danach kann man einfach an die Startlinie zurückfahren.“ An der Vorderachse befindet sich der absenkbare Bremsschlitten, die Betongewichte – eigens gegossen, mit Schraubgewinden zum Tragen und Fixieren – werden in einem Rahmen platziert. „Der befindet sich anfangs auf Höhe der Hinterachse, so dass der Bremswagen noch problemlos zu ziehen ist. Beim Pull gleiten die Gewichte kontinuierlich in Richtung Vorderachse, ich habe ein Zahngetriebe eingebaut, damit sie noch langsamer laufen.“ Schafft ein Traktor den „Full Pull“ – also die komplette Strecke von 30 Metern – werden für den nächsten Durchgang Gewichte „aufgesattelt“, „bis zu 450 Kilogramm.“ Der Bremswagen soll noch einen Überrollbügel bekommen, „für’s Auge, mit zwei Fahnen drauf. Es fehlt noch die Farbe – und der Schriftzug: ‚Pull me if you can‘...“

An die Mofa-Rallye auf dem Clubgelände in Vorwohlde (wird ab der L 202 ausgeschildert) am Sonnabend, 29. Mai, 15 bis 17 Uhr, schließt sich direkt das „Gardenpulling“ an. Gäste sind natürlich herzlich willkommen, auch zur abendlichen Disco im Festzelt.

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