Sulingen - Eine Schwangerschaft bedeutet tiefgreifende Veränderungen, stellt vor Herauforderungen und Entscheidungen. Unterstützung in dieser Lebenssituation bietet den Frauen in Sulingen ab dem 2.

© Foto: Behling
Helmut Meyer (l.), Diakonie-Sachgebietsleiter des Kirchenkreises, und Superintendent Klaus Priesmeier heißen Ortrud Kaluza als neue Mitarbeiterin willkommen. ·
März die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz, die gemeinsam mit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention die Räumlichkeiten am Amselweg 6 nutzt. Ortrud Kaluza steht hier den Schwangeren künftig zur Seite: Nach dem Pädagogik-Studium in Bremen mit Schwerpunkt Sozialpädagogik arbeitete die heute 51-Jährige Mutter von vier Kindern im Jugendamt des Landkreises Diepholz in der ambulanten Begleitung von Familien im Bereich Bassum und Twistringen, sie ist ausgebildete systemische Therapeutin und Mediatorin. Bereits seit 2009 bietet sie Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung im Kirchenkreis Syke-Hoya an.
„Das Land Niedersachsen hatte im Raum Sulingen eine Unterversorgung in diesem Bereich festgestellt“, erläutert Diakonie-Sachgebietsleiter Helmut Meyer. Finanziert wird das neue Angebot aus Mitteln des Landes und des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz. „Das Leben ist unser ureigenes Thema“, stellt Superintendent Klaus Priesmeier fest. „Es ist wichtig, dass wir als Diakonie und Kirche in die Lage versetzt sind, die Menschen auch beim Thema Schwangerschaft nicht allein zu lassen, sie zu beraten und Ängste zu nehmen.“ Bei einem Schwangerschaftsabbruch ist eine vorherige Beratung durch eine anerkannte Stelle gesetzlich vorgeschrieben. „Im Zusammenhang mit Kirche hat die Schwangerenkonfliktberatung eine eigene Qualität, die Stärke sehe ich darin, auch dem ethischen Konflikt Raum zu geben“, sagt Ortrud Kaluza. Nicht nur das Leben, auch Vergebung sei ureigener Bereich von Kirche. Superintendent Priesmeier betont: „Der Beratungsansatz ist ganz bewusst ergebnisoffen. Es geht um Begleitung, Zuspruch und Ermutigung – die Frauen müssen selbst ihren Standpunkt finden.“
Ortrud Kaluza zeigt in der Schwangerenberatung unter anderem auf, welche Möglichkeiten der finanziellen Hilfe es für Familien gibt, „es geht aber nicht nur um die materielle Frage, sondern darum, wie die Schwangere insgesamt versorgt ist, um Themen wie Kinderbetreuung, Paarkonflikte in der Schwangerschaft. Ich möchte unterstützen, Perspektiven aufzeigen.“
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