Stuhr - Von Sandra Bischoff522 Kinder nehmen ab dem kommenden Schuljahr das Ganztagsangebot an den fünf Stuhrer Grundschulen wahr. Das hat Christian Möller von der Verwaltung am Dienstagabend dem Schulausschuss mitgeteilt. Allerdings fehlt noch immer die Bestätigung des Landes auf Einrichtung einer Ganztagsschule.
Möller und seine Kollegen sehen das jedoch gelassen. „Uns liegt eine Presseerklärung vor, in der es heißt, dass das Kultusministerium alle im vergangenen Jahr beantragten Ganztagsschulen auch genehmigt. Wir können also davon ausgehen, dass es klappt.“
Nachdem die Anmeldungen anfangs etwas zögerlich liefen, freut sich die Verwaltung nun über die hohe Zahl. Bei einer Befragung der Eltern im vergangenen Sommer, hatten sich lediglich 450 für den Ganztag ausgesprochen. Von den 522 angemeldeten Grundschülern nehmen 159 die ergänzende Betreuung, also länger als bis 15.30 Uhr, freitags oder in den Sommerferien, wahr.
Laut Möller läuft derzeit das Auswahlverfahren für die Koordinatorenstelle, die den Ganztag an allen Schulen leiten soll. Auch die ehemaligen Hortkräfte, die ab Sommer im Ganztag eingesetzt werden, und die Schulen seien miteinander in Kontakt getreten, um das Angebot zu planen.
Im Vorfeld hatte der zuständige Fachbereichsleiter Detlev Gellert die Schülerzahlen an den fünf Grundschulen sowie an den beiden weiterführenden Schulen in der Gemeinde bis zum Schuljahr 2020/2021 prognostiziert. Sein Fazit: „Alle fünf Grundschulen können nach derzeitigem Stand erhalten bleiben.“
Die durch den Schülerrückgang frei werdenden Räume würden zudem dringend für den Ganztag benötigt. Dabei wies Gellert auf Unsicherheiten der Prognose hin. Besonders die Wahl der Schulzweige bereite der Verwaltung Schwierigkeiten bei einer genauen Betrachtung. „Das betrifft die Übergänge von Klasse vier zu Klasse fünf, denn nicht alle Schüler folgen der Empfehlung“, so Gellert. Zudem stehe in den Sternen, was der Gesetzgeber in den kommenden Jahren plane. „Wenn zum Beispiel die Klassenfrequenzen gesenkt werden sollen, dann ist alles, was wir hier jetzt besprechen, Schall und Rauch.“
Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen wird die KGS Brinkum in den kommenden Jahren den Standort Feldstraße aufgeben können und dann nur noch am Brunnenweg sitzen.
Jennifer Munro, Lehrervertreterin der KGS Brinkum, fragte nach Plänen zur Inklusion. „Dazu brauchen wir ja auch Räume.“ Die Rechtslage sei derzeit nicht klar, so Gellert. „Deshalb haben wir die Diskussion noch nicht geführt.“
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