405.12.11|Stuhr|Stuhr|1
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Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Um die Zahl der streunenden Katzen im Landkreis einzudämmen, fordert die Tierschutz-Organisation „Vier Pfoten“ von den Kommunen, eine Kastrations-Verordnung zu erlassen. Sie soll es ermöglichen, herrenlose Vierbeiner tierärztlich kastrieren zu lassen.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Um ihren Wunsch zu untermauern, haben die die Tierschützer und das Tierheim „Arche Noah“ in Brinkum ein Kastrationsprojekt ins Leben gerufen. Am Wochenende haben Tierärzte die ersten Katzen kastriert.
Stephan Kirchhoff begleitet das Projekt bei „Arche Noah“. Insgesamt rechnet er mit der Kastration von rund 100 frei lebenden Katzen im Rahmen der Aktion. Die Kosten für den Eingriff liegen normalerweise zwischen 100 und 200 Euro. Getragen werden sie in diesem Fall von der die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“.
Kirchhoff freut sich über die Unterstützung durch die Gemeinde Stuhr. In seinen Augen lassen andere Kommunen jegliche Kooperationsbereitschaft vermissen. Allerdings müssen sich Kirchhoff zufolge mindestens fünf Kommunen der Aktion anschließen, damit der Landkreis eine „Kastrations- und Kennzeichnungspflicht“ für Katzen erlassen würde. Das Kastrationsprojekt an diesem Wochenende soll ein Schritt in diese Richtung sein. Im Vorfeld haben Mitarbeiter des Tierheims Höfe in der Umgebung besucht. Sie hatten dort über die Aktion aufgeklärt und die Bewohner um Erlaubnis gebeten, etwaige frei umherlaufende Katzen einfangen zu dürfen. Auf einem Hof gingen ihnen laut Kirchhoff am Sonnabend gleich zwölf Katzen in die Lebendfalle.
Sie kamen gestern in die Obhut der Weyher Tierärztin Anita Seide und ihres Ehemanns, Tierarzt Dr. Andreas Seide. Die Veterinäre kastrierten, chippten, entflohten und untersuchten die Tiere auf kleinere Verletzungen. Anschließend blieben die pelzigen Patienten eine Nacht zur Beobachtung im Tierheim. Dort erholten sie sich von dem Eingriff. Später haben die Tierschützer die Katzen dort wieder ausgesetzt, wo sie sie aufgegriffen hatten.
Am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. Dezember, folgt Teil zwei der Kastrationsaktion. Die Tierschützer bitten Anwohner, die von streunenden Katzen auf ihrem Hof oder in der Siedlung wissen, sich unter Telefon 0 421 / 89 01 71 mit dem Tierheim „Arche Noah“ in Verbindung zu setzen.

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