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Silbersee-Triathlon: Kampfrichter und Organisatoren loben vorbildliche Sportler

Das Tempo angepasst

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Stuhr - STUHR · Bei einer Wassertemperatur von 18 Grad verzichten viele Menschen auf ein Bad im Silbersee – Sollte man meinen. „Die wollen da gar nicht wieder raus“, staunte dagegen ein Zuschauer, der mehrere hundert Schwimmer auf einem 1 500 Meter langen Dreieckskurs im Stuhrer Silbersee beobachtete.

Von 800 gemeldeten Triathleten sind nur etwa 80 Prozent am Start. ·

Von 800 gemeldeten Triathleten sind nur etwa 80 Prozent am Start. ·

Schwimmen war gestern Morgen die erste Disziplin beim Triathlon, den der LC Hansa Stuhr veranstaltet hat. Hoch motiviert sprangen die Teilnehmer in die Fluten. Kalt wurde ihnen erst, als sie bei einer Lufttemperatur von zwölf Grad aus dem Wasser stiegen und sich bei kühlem Wind in ihre Radfahrermontur zwängten. 40 Kilometer lagen vor ihnen. 40 Kilometer, bei denen ihnen zunächst der Wind entgegen wehte. Über Kirchseelte und Warwe führte der Weg bis zum Wendepunkt in Leerßen. Dann ging es die gleiche Strecke zurück. „Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, gegen den Wind zu fahren“, gestand eine ziemlich erschöpfte Teilnehmerin nach der Ankunft im Fahrerlager. Aber Zeit zum Ausruhen gab es auch hier nicht. Rasch wurden das Rad in den Ständer geschoben und der Helm abgesetzt. Dann ging es sofort zur 2,5 Kilometer langen Laufstrecke um den Silbersee, die viermal durchlaufen werden musste. Wer diese drei Disziplinen geschafft hatte, fror nicht mehr. Kalt war dagegen den 170 Helferinnen und Helfern sowie den sechs Kampfrichtern, die bei mehr als 800 gemeldeten Triathleten alle Hände voll zu tun hatten. „Ich schätze, dass bei diesem Wetter 20 Prozent der angemeldeten Teilnehmer auf einen Start verzichtet haben“, vermutete Chef-Organisator Jan Neubauer. Im neuen Organisationszelt pfiff der Wind durch die Ritzen und das Gestänge verbog sich. Die Zeitnehmer stampften von einem Fuß auf den anderen. Daher lobten Maria Glaser und Jan Neubauer ihr Team, denn trotz der widrigen Umstände klappte die gesamte Organisation hervorragend.

Der Einsatzleiter der Kampfrichter, Thomas Behrens, und Andreas Müller-Deck, der die Radfahrer auf dem Motorrad begleitete, lobten die Teilnehmer: „Die haben sich vorbildlich verhalten, wir brauchten keine einzige Zeitstrafe zu verhängen“. Trotz der profillosen Reifen gab es auch in den Kurven keine Stürze. „Ich hab mein Tempo angepasst“, erklärte ein Sportler des Teams „Trias“ Flensburg. Die Mannschaft startete in der Triathlon-Regionalliga und war zum ersten Mal am Silbersee dabei. Sie lobten besonders die Radfahrstrecke, die sie mit einem „37er-Schnitt“ bewältigten: „Eine geile Strecke. Wie muss die wohl erst bei gutem Wetter rollen!“ Zufrieden mit der Veranstaltung war auch Sieger und Lokalmatador Horst Wittmershaus, der angesichts des Starterfeldes mit einem Platz unter den ersten Zehn gerechnet hatte. · bt

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