129.07.10|Stuhr
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Stuhr - STUHR (pe) · „Die Tänzerin“ klingt noch jedem im Ohr: Mit diesem Hit schaffte Ulla Meinecke 1983 ihren endgültigen Durchbruch. Doch die Chansons sind nur eine Facette der 56 Jahre alten Künstlerin, die Theater spielt und drei Bücher geschrieben hat. Gemeinsam mit ihrem musikalischen Weggefährten Edo Zanki gibt Ulla Meinecke beim Sommerfestival auf Gut Varrel am Sonnabend, 4. September, ab 19.30 Uhr eines ihrer wenigen Konzerte. Unser Redakteur Burkhard Peters sprach mit Ulla Meinecke und Edo Zanki, der schon im vorigen Jahr im Stuhrer Rathaus aufgetreten war.

Freuen sich auf das Konzert in Stuhr: Edo Zanki (l.), Ulla Meinecke und Helmut Frank, der das Sommerfestival organisiert.
?Frau Meinecke, haben Sie je von Stuhr gehört?
!Ulla Meineke: Noch nicht. Aber in der Gegend haben wir schon oft gespielt. Vor ein oder zwei Jahren in Syke und schon ganz oft in Bremen.
?Sie kennen sich schon seit Jahrzehnten und haben viel zusammengearbeitet…
!Edo Zanki. Ja, aber nicht so wahnsinnig viel wie man meinen möchte. In den 80er Jahren haben wir zwei, drei Platten zusammen gemacht. Wir fangen nie bei Null an, wenn wir uns sehen.
!Ulla Meinecke: Wir kommen aus der gleichen Ecke. Wir schreiben eigene Sachen, haben eigene Bands und sind relativ zeitlos im Stil. Wir gehören nicht zu den Leuten, die noch nicht wissen, wie sich der nächste Song anhört, aber schon wissen, was sie im Video dazu anziehen.
Und wir bleiben nicht in den alten Zeiten stehen. Wir arbeiten aber mit aller Kraft an dem, was wir gerade machen. Ich habe nicht einmal mehr meine eigenen Platten von früher.
?Viele Fans schätzen Sie wegen Ihrer Musik aus den 1980er Jahren. Wird „Die Tänzerin“ in Stuhr also nicht zu hören sein?
!Ulla Meinecke: Doch sicher. Sie gehört ja zum Repertoire. Aber ich spiele sie heute anders als damals.
?Was darf das Publikum beim Sommerfestival in Varrel erwarten?
!Edo Zanki: Es ist klar, dass wir nicht Händchen haltend auf der Bühne stehen. Aber wir sind musikalische Freunde seit vielen Jahren. Da bietet es sich an, ein paar Stücke miteinander zu spielen. Das haben wir schon einmal gemacht, und der Auftritt – damals in einem kleinen Theater – hat uns viel Freude bereitet. Wir wollen auf keinen Fall eine alte, abgestandene Zirkusnummer bringen. Vielleicht spiele ich auch einige Stücke meiner neuen Platte, die noch in diesem Jahr erscheint.
!Ulla Meinecke:Ich habe gerade ein Best-
?Frau Meinecke, viele kennen Sie in erster Linie als Sängerin. Sie haben auch drei Bücher geschrieben, Hörbücher aufgenommen und stehen zurzeit in Hamburg auf der Bühne…
!Ulla Meinecke: Ich habe mit 50 mein erstes Buch geschrieben und auch mit 47 Jahren meinen Führerschein gemacht (lacht). Die Arbeit am Theater macht mir viel Freude. Meine Rolle als Scheidungsanwältin beim Liederabend „Männerbeschaffungsmaßnahmen“ an den Hamburger Kammerspielen lebt aber von der Musik. Als Schauspielerin würde ich mich nicht bezeichnen. Schon aus Respekt vor dem Schauspielerberuf nicht. Eine reine Sprechrolle würde ich nicht spielen.
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