Stuhr - Von Sandra BischoffEins stellt Niels Thomsen von Anfang an klar: „Ich bin kein Parteimensch.“ Aus diesem Grund tritt er am 12. Februar auch als Einzelbewerber für das Amt des Bürgermeisters an, allerdings mit Unterstützung von CDU und den Grünen.

© Foto: Ehlers
Neugierig und breit interessiert: Der Erste Gemeinderat Niels Thomsen kandidiert mit Unterstützung der CDU und der Grünen für das Amt des Bürgermeisters. ·
Der 50-Jährige legt Wert auf seine Unabhängigkeit und finanziert den Wahlkampf deshalb nach eigener Aussage auch selber. Ihm ist es wichtig, in seiner möglichen Amtszeit als Bürgermeister frei zu sein. „Parteiübergreifend zu wirken ist natürlich schwieriger, wenn man einer angehört“, sagt der 50-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der seit Cord Bockhops Wahl zum Landrat die Geschicke der Kommune leitet. Der neue Bürgermeister wird am 12. Februar gewählt.
Was sind Thomsens Ziele? „Ich möchte den Erfolgskurs Stuhrs fortsetzen, damit die Gemeinde auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort für viele Menschen ist“, sagt der Vater dreier erwachsener Söhne, der mit seiner Familie in Fahrenhorst lebt. Dazu gehöre es, neben einem guten Schul-, Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebot, auch gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu bieten. „Die Unternehmen können gerne kommen, nicht nur, weil sie Steuern zahlen, sondern auch, weil sie Arbeit bieten.“
Diesen Kurs zu halten, geschehe nicht von allein. „Dafür muss man etwas tun.“ Deswegen reizt ihn das Amt des Bürgermeisters: „Man hat mit allem was vor Ort passiert, zu tun, und man muss verschiedene Interessen zusammenführen, damit die Gemeinde sich als Ganzes entwickelt, das finde ich spannend.“
Wie die Menschen in der Gemeinde ticken, das hat Thomsen ebenfalls schnell mitbekommen. „Ich habe Stuhr kennengelernt, weil ich hier wohne und ich viele Kontakte zu Menschen habe, die hier leben. Meine Familie und ich sind Teil der Stuhrer Gemeinschaft.“
Einmal die Woche spielt er im Sommer mit den Nachbarn auf dem Fahrenhorster Dorfplatz Fußball und regelmäßig treibt er bei der TSG Seckenhausen Sport, verrät der Fußballfan, dessen Herz seit Kindesbeinen an für Bayern München schlägt. „Aber ich kann mich dem Werder-Charme nicht entziehen“, gibt Thomsen schmunzelnd zu. Wen wundert‘s also, dass der 50-Jährige häufig im Weserstadion anzutreffen ist.
Er selbst beschreibt sich als neugierig, breit interessiert und offen gegenüber den Menschen. „Meine Bürotür steht offen, aber nicht nur, damit die Leute zu mir kommen, sondern auch aus dem Grund, dass ich rausgehen und mit den Menschen ins Gespräch kommen kann.“
Vor sechs Jahren trat der Beamte des Höheren Verwaltungsdienstes seine Stelle in Stuhr an. Vorher war er im schleswig-holsteinischen Wittbek beschäftigt. Sein ältester Sohn (26) lebt noch in der Gegend, die jüngeren Kinder (18 und 21 Jahre) wohnen bei den Eltern. Beide Söhne arbeiten in Stuhr. „Auch dadurch bekomme ich viel mit, was die Menschen hier bewegt.“
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