Von Sandra Bischoff und Burkhard Peters - Niels Thomsen ist der neue Bürgermeister in Stuhr. Mit überwältigenden 79,6 Prozent der Stimmen tritt der Erste Gemeinderat die Nachfolge von Cord Bockhop (CDU) an.

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Der Sozialdemokrat Johannes Schwitters erhielt 12,1 Prozent der Stimmen, der parteilose Rüdiger Gums, der sich von der Piratenpartie unterstützen ließ, kam auf 8,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 35,2 Prozent sehr schwach. „Ich bin überwältigt, mit einem solchen Ergebnis hätte ich nicht gerechnet“, sagte der 50-Jährige, der mit seiner Frau Dagmar und seinen drei Söhnen um kurz nach 18.30 Uhr ins Rathaus kam. Er wertete den Ausgang der Wahl als Vertrauensbeweis.
Der Jurist erklärte, er habe sich zwar Chancen ausgerechnet, aber es sei ihm immer klar gewesen, dass er als Außenseiter in den Wahlkampf gehe. Er bedauerte, dass die Politiker es nicht geschafft hätten, mehr Menschen an die Wahlurne zu bekommen. Die geringe Wahlbeteiligung sei „eine Katastrophe“, sagte Rüdiger Gums. „Die Demokratie ist damit im Eimer.“ Er selbst hatte für sich auf einen Stimmenanteil von zehn Prozent gehofft, sagte Gums. Er werde in der Politik bleiben und die Menschen befragen, die „auf dem Sofa geblieben“ sind.
Dienstagabend um 18 Uhr stellt der Wahlausschuss das amtliche Endergebnis fest. Nimmt Thomsen die Wahl offiziell an, ist Mittwoch sein erster Arbeitstag als neuer Stuhrer Bürgermeister. Gestern Abend wollte Thmosen noch im Kreise seine Unterstützer feiern. „Auf ein Bier habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut.“
Lesen Sie auch den Kommentar unseres Redakteurs Burkhard Peters
Bürgermeisterwahl in Stuhr 2012 - Die Ergebnisse der Wahllokale
Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Husmann
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