Stuhr - STUHR · Unter dem Motto „Fragen der ISU-Mitglieder, Antworten der Gemeinde“ stand der erste Dämmerschoppen der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU) in diesem Jahr. Und so entwickelte sich bei Nobel am Montagabend auch eine angeregte Diskussion unter den rund 40 Teilnehmern dieser Gesprächsrunde.

© Foto: jeh
Als Vertreter der Gemeinde stellt sich Niels Thomsen den Fragen der ISU-Mitglieder. ·
Der erste Gemeinderat Niels Thomsen und Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier stellten sich den Fragen der ISU-Mitglieder. Eine wichtige Rolle spielten in der Diskussion die Verkehrsprobleme in Brinkum-Nord. Wer habe damals geglaubt, dass sich dieses Gewerbegebiet einmal so entwickeln würde, fragte Niels Thomsen. Die Straßen wären „seinerzeit viel zu klein konzipiert“ worden. Heute hätte man das Problem, dass zum Beispiel die Ikea-Kreuzung oftmals „hoffnungslos verstopft“ sei. Es gebe mehrere Ansätze, hier Abhilfe zu schaffen, unter anderem könnten die Abbiegespuren verbreitert werden. Stuhr liege nun mal ausgesprochen verkehrsgünstig an zwei Autobahnauffahrten, das mache Stuhr für ansiedlungswillige Gewerbebetriebe interessant. Hinzu kämen die oft überlasteten Autobahnparkplätze. Die Lastwagen-Fahrer müssten ihre Pausen einhalten, das führe dann dazu, dass sie von der Autobahn abfahren und irgendwo im Gewerbegebiet oder auf Parkplätzen in der Gemeinde Stuhr übernachteten. Das schaffe zusätzliches Verkehrsaufkommen.
Die Probleme bei der Suche nach Bewerbern für Ausbildungsplätze wurden angesprochen. Die guten Schüler würden von den großen Firmen wie Mercedes oder Airbus in Bremen abgegriffen, für die mittelständischen Unternehmen in der Gemeinde Stuhr blieben die weniger qualifizierten übrig.
Der Vorschlag, bei der Suche weniger auf die Zeugnisnoten zu achten, als mehr auf die handwerkliche Befähigung fand allgemein Anklang.
Günter Pleus fragte nach dem Stand der Planungen für die Straßenbahn. Die Gemeindevertreter wiesen darauf hin, dass nun Bremen am Zuge sei, aber dort würde man Entscheidungen vor sich herschieben. Eine Trasse könne erst dann festgelegt werden, wenn feststünde, an welcher Stelle die Straßenbahn aus Bremen kommend auf Stuhrer Gebiet trifft. · bos
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